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Gasag-Areal

Privates Projekt des Bauherrn  –  Umwandlung zu einem öffentlich rechtlichen B-Plan 7-29 in 3 Schritten I. Inhalt : Verträge  –  II. Bauleitplanung : Kerngebietsanmaßung III. Darstellung : Darstellungskunst

Gasag-Areal

Das Gasag-Areal ist nicht einfach nur ein Grundstück, es ist ein Fabrikations-Areal, ein Fabrik-Gelände, eingerichtet, zu einer Zeit als Schöneberg noch ländliche Strukturen hatte, jedoch eine Aufbruchsstimmung neue Bebauungen Verhieß.

Zum einen entwickelte sich die Eisenbahn, mit deren Hilfe Baustoffe herbei transportiert werden konnte, zum anderen wurden mit dem nahen Berlin städtische Strukturen entwickelt, die eine neue Runde mit der allgemeinen Strassenbeleuchtung einläutete. Strom war noch nicht im größeren Umfang nutzbar, aber Gas. Nach englischem Patent wurden Gaswerke rund um Berlin gebaut, die in erster Linie für die Strassenbeleuchtung produzieren sollten.

Mit der zunehmenden Bebauung Berlins und dem Umland begann, nicht nur für den Bau eines Gaswerkes in Schöneberg, sondern auch 1871 mit den Reparationen, die Frankreich als Verlierer eines eben beendeten Krieges an Preußen zu zahlen hatte, ein nie gekannter Aufschwung. So wuchs die Bevölkerung von 450.000 1857 auf 800.000 1871 auf 1.000.000 1877 und 2.000.000 1905 an, wohl bemerkt Berlin, das war noch nicht Gross-Berlin, das erst 1920 mit 4.000.000 Bewohner, realisiert wurde.

Das Gaswerk wuchs entsprechend weiter mit seiner Kapazität, denn nun sollten nicht nur die Strassen sondern auch die Wohnungen mit Gas zum Kochen und zur Beleuchtung ausgestattet werden.

Das Gasag-Areal indes bedurfte nur eines Schienenweges um mit dem Gas-Rohstoff Steinkohle versorgt werden zu können, Strassen waren nicht so wichtig. Folglich genügte die Torgauer Strasse die als Baustellenweg zum Bau des Ringbahndammes eingerichtet wurde, als Erschliessung voll und ganz.

140 Jahre sind vergangen, seit das Gaswerk gegründet wurde, jedoch hat sich an der Erschliessung nichts geändert.

Um das Gasag-Areal in das Wohngebiet einbinden zu können, wie vom Büro Fugmann Janotta vorgeschlagen, bedarf es der Auflösung der Abgeschlossenheit, die nur mit einer beleuchteten Parkstrasse, beginnend an der Kolonnenstrasse mit Flucht der Cheruskerstrasse aber dann weiter Richtung Gasag und endend, nach einem Knick auf der Torgauer Strasse. Das war offizielle Planung bis das Modell des Bauherrn Raum nahm und als Projekt in den Rang eines B-Plans 7-29 erhoben wurde. Spuren wurden getilgt, nur eine Randbemerkung ist geblieben :

CheruskerPark

 

B-Plan 7-29B-Plan XI-150

Um den Stand der Planung, seine Elemente verstehen zu können, muss man sich den B-Plan-XI-150 ansehen, er steht im Kontext des B-Plan 7-29 als Bestandteil der Westtangente der Stadtautobahn.

Wie bereits in Charlottenburg plante man eine offene Trassenführung auch durch den Cherusker.Park, der dadurch sehr verkleinert werden sollte. Überhaupt blieben rechts und links der Trasse viele kleine Teilflächen übrig, eine Not aus der man eine Tugend machen wollte. Dabei wäre eine Abdeckelung durch den Park Substanzerhaltend, wie man es in Tegel zur gleichen Zeit bereits plante. Die Westtangenten-Planung wird nun 1:1 übernommen :

-Man teilte die Torgauer Strasse, wie man sie im B-Plan7-29 übernommen hat.

-Man richtete eine „öffentliche Grünanlage“ als Verlegenheitslösung vor der Einfahrt zum Gasag-Areal ein, wie man sie im B-Plan 7-29 übernommen hat.

-Man ergänzte den Cherusker Park, wie man sie im B-Plan 7-29 übernommen hat.

-Nur Die Höhen der Trasse wurden nicht übernommen, denn dann hätte man gemerkt, dass keine Höhengleiche mit der Torgauer Strasse zu erreichen ist.  – oder Absicht ?  

– Dann ist ein Graben beabsichtigt, der ganz automatisch das Gasag-Areal vom Rest der Insel abtrennt !  Da ein Fussweg eine geringere Höhe erfordert, zumal der Weg zur Anpassung abschüssig verlaufen würde, eine realisierbare Möglichkeit. Nur – wer traut sich dort entlang ?  Eine beklemmende Situation, durch einen 30 Meter langen Tunnel, vergleichbar mit dem Fussweg unter der Fussgänger und Bahnbrücke am Sachsendamm, der zum Mitteleingang des Südkreuz führt.

Erschliessung

Mit der geplanten Tiefgarage ist die geplante 2. Zufahrt Höhengleich, das heisst Fahrzeuge können vom Sachsendamm kommend, direkt hineinfahren.

Die Höhe der Planstrasse A hingegen liegt zwischen der Tiefgaragenebene und dem Terrain des Gasag-Areals.

Weil eine ordentliche Feruerwehr-Zufahrt erforderlich wird, kann sie nur Höhengleich mit der Torgauer Strasse liegen, jedoch liegt die PlanstrasseA tiefer und kann nur direkt in die Tiefgarage geführt werden,.

Damit schrumpft die geplante Unterquerung der Ringbahn zu einem Fuss- und Radwerg, während die PlanstrasseA nur als unterirdischer Tunnel gebaut werden kann. 

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