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Fußverkehrsstrategie Schöneberg

Privates Projekt des Bauherrn  –  Umwandlung zu einem öffentlich rechtlichen B-Plan 7-29 in 3 Schritten I. Inhalt : Verträge  –  II. Bauleitplanung : Kerngebietsanmaßung III. Darstellung : Darstellungskunst

Pressemitteilung
 Berlin, den 20.07.2011

Senat beschließt Fußverkehrsstrategie für Berlin 

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Schein und Sein


Am 18.05.2011 in der 54. öffentlichen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin wurde beschlossen :

Ein 5 Meter breiter Weg ohne Fußweg – für Kleinstadt-Zufahrt !

Ein Behelfsweg, als Zugang von den Inselbewohnern zum S-Bahnhof Schöneberg genutzt, wurde zum Bau des Ringbahndammes vor 160 Jahren, also lange vor der Inselbebauung, für Pferde-Fuhrwerke eingerichtet.

Die Strassenbegrenzung von 1902 mit 16 Meter Breite, soll, „weil sie den aktuellen Planungszielen (ohne Beschreibung) nicht entspricht“, aufgehoben, die Flurstücke, im Besitz des Landes Berlin, dem Bauherrn zur Bebauung mit Tiefgarage und Hochhäuser überlassen werden.

Behelfsweg, Baustellenweg von 1850 zum Bau des Ringbahndammes eingerichtet – Unbeachtetes, tieferliegendes, die Höhenlage der PlanstrasseA bestimmendes Eisenbahngleis

Der Behelfsweg soll dafür zur neuen Hauptzufahrt  des als Euref-Campus bezeichneten Planungsbereiches „Planreife für vier Hochhäuser“ werden, ein Teilbereich des Gasag-Areals.

Nicht als Behelfs-Lösung, wie man denken könnte, nein, denn die PlanstrasseA kann wegen ihrer zwei Meter tieferliegenden Kreuzung zur Torgauer Strasse nicht wie gedacht, ein Gleis wurde übersehen, realisiert werden.

Mit der „Planreife“ soll offensichtlich eine End-Lösung für die neue Zufahrt, gleichwohl ohne bzw. mit einem abgemagerten „B-Plan 7-29“ geschaffen werden !  

Die gegenwärtige Belastung des Behelfsweges wird von einem gefälligen Gutachter, ohne Strassenprofil Angabe, mit 1.000 undifferenzierten Verkehrsteilnehmern angegeben und kann seiner Ansicht  nach noch problemlos verdreifacht werden.

Diese Ansicht wird von der Senatsverwaltung zu einem „gutachterlichen Nachweis“ aufgewertet, und ohne Bedenken, ohne „noch fußgängerfreundlicher werden“  zu müssen, anerkannt und quittiert !

So kann der Baustadtrat auf Zeit (5 Jahre), im Zuge der Umwandlung, das Projekt des Bauherrn mit dem Etikett „Planreife“ bekleben, so sei es dem Umwandlungs-Bebauungsplan-Verfahren entzogen, um es in einen rechtsfreien Raum verstecken, verwahren oder unterbringen zu können, obwohl es ja eigentlich der „ahnungslosen“ Senatsverwaltung zur Verleihung des Etikettes „B-Plan 7-29“ vorgelegt werden sollte.!

Vielleicht findet ja das Projekt des Bauherrn der nächste Baustadtrat auf Zeit (5 Jahre) : „hier ist es ja (der B-Plan 7-29)“ !

Nachtrag aus der Sitzung des Senats am 19. Juli 2011:

Berlin soll noch fußgängerfreundlicher werden. Mit diesem Ziel hat der Senat die von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer vorgelegte Fußverkehrsstrategie beschlossen. Sie fordert die angemessene Berücksichtigung der Fußgänger in der Verkehrspolitik und bei der Gestaltung von Straßen und Plätzen. Die Fußverkehrsstrategie wurde von einem breit zusammengesetzten Beirat „Berlin zu Fuß“ vorbereitet.

Eine interessante Entdeckung – oder wie der Zufall (?) es so will !

Die Wahlen stehen für Berlin an und natürlich auch für Schöneberg. Am 18. September 2011 wird in Berlin gewählt. – SPD Tempelhof …

Mit dieser Nachricht begann der „Zufall“. Klickt man den Link an, dann erfährt man wer als Bürgermeisterin aufgestellt worden ist. Befragt man Google wer das ist, gelangt man zum Quartiersmanagment von Tempelhof/Schöneberg. Hier angelangt, erfährt man das die sogar einen eigenen Pressedienst haben, ja, ein Herr Ed Koch. Wieder mit Google-Hilfe gelangt man hinter das Sein des Pressedienstes und wird erkennen, das es sich um eine schillernde Persönlichkeit handelt. Aufgefallen durch Artikel die in unüblicher Weise recht überschwänglich zum Thema B-Plan 7-29 formuliert wurden, ohne die Problematik eingebunden zu haben.

Was soll gesagt werden ? Ganz einfach, es gibt keinen Zufall.

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