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Das Projekt des Bauherrn

Privates Projekt des Bauherrn  –  Umwandlung zu einem öffentlich rechtlichen B-Plan 7-29 in 3 Schritten I. Inhalt : Verträge  –  II. Bauleitplanung : Kerngebietsanmaßung III. Darstellung : Darstellungskunst

Das Projekt des Bauherrn

Die Kunst liegt im Beweis der fremden Federn das es die Eigenen sind !

Den Anfang „des Projektes des Bauherrn“ bildet ein Antagonismus, ein Widerspruch, zwei Grundsätze die sich gegenseitig ausschliessen, aufheben, das Kerngebiet und das Privatgelände.

Während ein Kerngebiet einer städtischen Siedlungsstruktur in Form von Strassen bedarf, wird das Privatgelände als Argument benutzt, keine rechtlichen Anforderungen anwenden zu können !

Die urbane Stadt

In den Disziplinen Architektur und Städtebau bezeichnet Urbanität die Qualität eines Raumes, der sich sowohl harmonisch darstellt, als auch mit, von der Natur, dem Leben, der Arbeit der Reproduktion und Wohnen als abgeleitete Freiheiten und Funktionen, vielfältigen Nutzungen Raum bietet, gleichwohl zu baulichen Strukturen zusammenfügt oder zusammengefügt werden sollte, denn dem gegenüber bliebe eine Stadt oder ein Stadtteil ohne Urbanität, bloße Quantität, in Monotonie gleichwohl ohne Möglichkeiten der Teilhabe seiner Bewohner und Nutzer am öffentlichen Raum !

Die unten gezeigte Darstellung seines Projektes stellt sich als Fälschung dar, denn bezieht doch der Bauherr den benachbarten öffentlichen Park ein, um Glauben zu machen, es wäre eine zum Gasag-Areal gehörende Fläche. Zudem sieht er für sein Projekt eine Anbindung an die Stadtautobahn vor, die durch eine Unterführung der Bahnanlagen hergestellt werden soll. Dabei handelt es sich um fünf Gleise, deren Höhenlage für die neue Verbindung zu einer grossen Höhendifferenz mit der Torgauer Strasse führen wird. 

Gleis ohne Kongresszentrum

Erkannt und Verstanden

Um Dinge erkennen zu können, greift das Gehirn immer erst auf bekannte Strukturen zurück, wie es das nichtbeachtete tiefer liegende Gleis beweist, ohne das Erspähte genau erfasst zu haben. Das ist eine Arbeitserleichterung aber auch ein Vorteil, denn würde es immer erst genau das betrachtete Objekt analysieren, käme es, im Menschen, er in Folge selbst, in Zeitnot und könnte nicht bedingt reagieren, wie es der Bauherr und der Baustadtrat gezeigt, die Jubelnden und nicht zuletzt die zurückgeruderten Politiker, bewiesen haben.

Die geplanten Objekte des Gasag-Areals gehören zwar mit ihren räumlichen Verhältnissen zu den bekannten Strukturen, jedoch stimmt ihr Maßstab nicht, es fehlt das Grössenverhältnis zum eigenen Körper, das Maß aller Dinge.

Die bekannten Strukturen beziehen sich auf Einzelhäuser, wie etwa Stadtvillen. Dabei beinhalten die geplanten Objekte ein hundertfaches Volumen, das das Gehirn gar nicht erfassen kann, es fehlt ihm die Verhältnismäßigkeit, so, wie wenn man sich selbst zwischen den Objekten bewegen würde.

Grössen-Vergleich Baudichte

Damit können die geplanten Objekte erst durch Grössenüberlegungen erfasst und verstanden werden.

Auf einem Baufeld mit einer Grundfläche von 2.000 m² und 16.000 m² Geschoßfläche haben 100 Einfamilienhäuser mit je 160 m² Platz.!  – Als Siedlung benötigten sie eine Fläche von mehr als 70.000 m² eines Stadtteils ! Das Gasag-Areal mit seiner Planung kommt so auf mehr als die 20 – fache, zur Insel auf eine 3-4 fache Baudichte !

In dieser Überlegung hat die Siedlung eine GFZ 0,3, im Vergleich zur Schöneberger Insel mit einer GFZ 2-3 und der geplanten Bebauung des Gasag-Areals mit einer GFZ 7 !  

Die Berechnung des Bauherrn sieht zwar zur Ermittlung der GFZ und GRZ keinen Erschliessungsbereich vor, denn diese Flächen, also Strassen, würden lediglich abgezogen werden, jedoch kann er die Baudichte damit nicht reduzieren.

Ein weiterer Größenvergleich bietet die Art der Nutzbarkeit von Räumen.

Während im Allgemeinen Gebäude eine Tiefe von 10 bis 15 Meter haben, ist das der passiven Nutzung der Sonne geschuldet, indem das Tageslicht in die Planung einbezogen wird. Das Optimum einer Tiefe der Räume, in Abhängigkeit der Fenster- und Geschosshöhen von 3 Meter, liegt bei 6 Meter zu je beiden Seiten des Gebäudes, dazwischen ein Erschliessungsbereich von 3 Meter.

In dem Bebauungsplan wird diese Überlegung nicht aufgenommen, statt dessen Baufelder im Abstand von 12 Meter, von 50 x 40 Meter angeordnet, die in ihrer vollen Grösse auch bebaut werden können mit dem Effekt einer 450 Meter langen Wand mit einer mehr als 30 Meter Höhe fast das Doppelte der 25 Meter entfernten Wohnbebauung !

Eine Reduzierung der Geschossfläche um 5% ist Grund für den Bauherrn auszusteigen, siehe Städtebaulicher Vertrag S.19, §10 Abs.3. Die geplanten Objekte zeigen dann auch ein Seitenverhältnis von 50 x 40 Meter ohne Innenhof, so das lediglich am äusseren Rand von 6 Meter breite das Tageslicht genutzt werden kann. Auch wenn 10 % der Grundfläche für Treppen, der Versorgung und Erschliessung dienen, dann sind die Hälfte der Räumlichkeiten auf künstliches Licht und künstlicher Belüftung angewiesen, zudem gibt es keine Aussenkontrolle, die der Mensch als Behaglichkeit empfindet und die zum Gemeinwohl gehört.

Grössenvergleich Architektur im Allgemeinen

Für die Architektur im Allgemeinen, sind Gebäude immer ein Mittelpunkt der Menschen, zudem bietet erst eine variable Position das Erfassen und Verstehens der Lage und Bedeutung im Raum. Bei den geplanten Bauten ist das aber gar nicht möglich, die Enge, die Reihung irritiert und gibt dem Betrachter keine Auskunft zur Lage und Bedeutung im Raum.

 Grössenvergleich Stadtplanung im Besonderen Erschliessung

Ein Bebauungsplan ist als erstes ein zur Orientierung aufgestellter Lageplan, der mit seinen geplanten Bereichen eine bauliche Nutzung anzeigt. Die hat er Bauherr mit den Baufeldern und der Tiefgarage eingetragen und das Stadtplanungsamt auch bestätigt.

Als Übersichtsplan könnte man meinen, denn es werden zwar zwei Planungsbereiche angezeigt, jedoch im Einzelnen die einbezogenen urbanen Bereiche mit den ihnen zugewiesenen Konsequenzen, nicht erläutert. So liegen sie verteilt ohne Markierung auf den „fünf nicht amtlichen Teilplänen“ und nicht nur verstreut, sondern auch Verschwiegen in der Begründung. In der vorliegenden Aufklärungsschrift des Abschnittes „Darstellungskunst“ wurden sie entdeckt und beschrieben.

Eine Darstellungsmöglichkeit der Aussenanlage währe entbehrlich, nicht jedoch ein zwingend notwendiges Strassen- und Wegesystem, insbesondere für Rettungs-  und Feuerwehrfahrzeuge !

Nicht nur der Betrachter, sondern auch der Nutzer stellt sich immer erst die Frage: „wie komme ich dort oder dort hin ?“ Er findet keine Antwort, ebenso wenig wie auf die Frage nach den Funktionen, und den Beziehungen der Baufelder und den Objekten des Denkmalbestandes untereinander.

Darauf findet der Bauherr in den veröffentlichten Versionen seines Entwurfes auch keine Antwort, statt dessen zeigt er virtuose Zukunftsbilder, die beliebige Szenen wiedergeben, die jedoch nicht mit den geplanten oder denkmalgeschützten bestehenden Objekten in Beziehung gestellt werden. Im Gegenteil, verschwinden doch die geplanten Objekte im Blau des Himmels.

Während die Veröffentlichungen des Bauherrn fantastische Züge annehmen und aufzeigen, muss das Amt konkrete Annahmen treffen, die für alle möglichen Varianten der baulichen Nutzung Bestand haben und dabei auch Grundstücksgrenzen beachten, da es ja kein „Vorhabenbezogener B-Plan“ sein soll, folglich eine Allgemeingültigkeit darstellen muss.

Da die PlanstrasseA entgegen der ursprünglichen Annahme der Höhengleiche zur Torgauer Strasse neu überdacht werden muss, bietet sich eine Tunnellösung  oder der Ausbau nach der Strassenbegrenzung mit Versetzung des alten Pförtnerhauses an. Damit währe auch eine Nutzung für die Anwohner gegeben.

Ein Bebauungsplan ohne Nutzbarkeit

Bei dem Status Quo, handelt sich um einen Bebauungsplan, der Baulichkeiten mit ihrer Lage vorgibt. Da die freien Flächen ausserhalb der Baufelder nicht bebaut werden dürfen, also auch nicht mit Strassen, bleibt eine Nutzbarkeit des Bebauungsplanes in Frage gestellt ! 

Zudem muss der Bebauungsplan Grundstücksgrenzen achten, oder einen Passus beinhalten, der die Grenzen schützt bzw. eine Flurbereinigung des Areals für die in Kraft-Tretung voraussetzt.

Der Entwurf des Bauherrn sieht weder einen Erschliessungsbereich, noch Betriebsebenen vor, nicht einmal ein Strassen- und Wegenetz zur Rettung im Notfall. Damit fälscht er zwar die Berechnungsgrundlage, jedoch kann er die Dichte nicht reduzieren.  Die Antwort liegt in der GFZ und der GRZ begründet, da die Flächen der Erschliessung, also Strassen, bei der Berechnung abgezogen werden müssen.

Letztlich ist der Bebauungsplan aber ohne Strassen gar nicht nutzbar.

Wie das Amt seine Unterschrift zum B-Plan 7-29 noch rechtfertigen will, ist nicht bekannt, sich auf das Votum der BVV zu berufen wäre absurd.

Alle scheinbaren Begründungen wurden in dieser Aufklärungsschrift aufgedeckt und widerlegt, dagegen käme die Unterschrift dem Bauherrn zu Gute, denn die Haftung, obwohl er der Verursacher ist, verbleibt beim Amt.

Ebenso wie die Aufbereitung zur Nutzung der Baufelder so wie Planungs- und Baumassnahmen im Bereich der Bahnanlagen, und der Torgauer Strasse, denn die bedürfen umfangreiche Vorbereitungsmassnahmen, mit einem Kostenrahmen von 100 Millionen € !

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