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Strassen

Posted in Strassen by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 23. April 2012

Berlin-Schöneberg – B-Plan 7-29 – R€GIONAL – B-Plan 7-29 – Gasag-Areal

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Strassen – ein Indiz für ein städtisches Siedlungsgebiet !

Das in dem B-Plan 7-29 gar keine Strassen eingetragen wurden, war und ist offensichtlich.

So kann der B-Plan 7-29 weder funktionieren, noch eine Gültigkeit erlangen, denn ohne Eintrag dürfen auch keine Strassen gebaut werden !  Sonst braucht man keinen Bebauungsplan !

Erst ein Strassensystem, ist ein Indiz für ein städtisches Siedlungsgebiet, ohne dem eine angestrebte Kategorisierung nach der BauNVO § 17 Kerngebiet als Baugebiet nicht erreichbar ist !

Die definitionsgemäß unterteilten Baugebiete der BauNVO des § 17 haben alle eine Strassenstruktur, die es auf dem Gasag-Areal weder gibt, noch ist sie im B-Plan 7-29 vorgesehen.

Vor 150 Jahren lebte ein Baustadtrat in Berlin, der hat den Hobrechtplan erfunden. Indem er das sich entwickelnde Stadtgebiet, mit Strassen versah, deren Breiten für Nebenstrassen mindestens der Bauhöhe entsprach, um die gegenüberliegenden Bauten nicht verschatten zu können, an denen dann die Landfläche parzelliert wurde.

Die Parzellen bilden, durch die umgebenden Strassen, einen Block. Dieser Block ist Ausgangspunkt für die automatisierte Berechnung der Baudichte im Kartenwerk der Senatsverwaltung. Damit wird die eigentliche Baudichte erst festgestellt, wenn die Bauvorhaben des Bauherrn katastermäßig erfasst wurden.

Die Vorgaben des Hobrechtplanes für die parzellenweise Bebauung, war ein geschlossener Blockrand, zudem eine strassenweise fünfgeschossig angeordnete gleiche Traufhöhe. Damit wurden Grundregeln eingeführt, die erst ein Stadtbild erzeugen konnten, ein Umstand der zur heutigen Attraktivität der „Altbauten“ beiträgt und für Planer noch anhält.

Aber auch von „Bauspekulanten“ ins Visier genommen wird, nicht um ihn zu unterstützen, nein, man will diese Struktur aufbrechen um mehr Baumassen erstellen zu können. Es soll ein Stadtbild durch Wildwuchs zerstört werden, anstatt den Gedanken von James Hobrecht weiter zu entwickeln, kommt etwas wie „das Projekt des Bauherrn“ zur Realisierung. Für den Innenstadtbereich will man dem Problem mit einer Gestaltungsverordnung entgegentreten. Warum nicht in allen Stadtteilen.?

Ein Stadtplaner, von dem der bilaterale Packt durchaus hätte lernen können.

In den Lageplänen des Bauherrn alias Euref AG sind Strassen, zwar mit einem grossen Verschattungspotential, jedoch, enthalten !

Warum.?

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Weil die Verkehrsflächen zwar zur Nutzung erforderlich sind, aber zur Berechnung der Geschossfläche im B-Plan 7-29 Verfahren nicht eingetragen sein dürfen, um sie nicht abziehen zu müssen !             –  Das ist der Betrug !

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Berlin-Schöneberg – B-Plan 7-29 – R€GIONAL – B-Plan 7-29 – Gasag-Areal

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