Erdoelzeitalter (home)

Grundwissen Gasag-Areal

Posted in Grundwissen Gasag-Areal by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 18. April 2012

Berlin-Schöneberg – B-Plan 7-29 – R€GIONAL – B-Plan 7-29 – Gasag-Areal

——-

Klärung der Begrifflichkeiten :

Das Bezirksamt spielt mit der Definition, des Begriffs Grundstück. Obwohl es eher ein Areal als neues Baugebiet darstellt, handelt es sich um einen wenig bekannten Ausdruck. Gleichwohl eine Ableitung eines alten Flächenmaßes, dem Ar= 100 m².

Vom Verständnis her ist ein Quartier schon treffender, ein Stadtquartier. Zweifellos ein Begriff der wenig mit einem Grundstück gemein hat, umfasst es doch einen mehr oder weniger grossen, kleinen Stadtteil. Allerdings fehlen ein Strassen- und Wegenetz als auch ein Inhalt der Beschäftigungen !

Schlussendlich, derartige Flächen sind im BauGB begrifflich nicht festgelegt, sondern werden als bekannt vorausgesetzt. Wohl aber Bauflächen oder Baugebiet.

Schaut man auf eine beliebige Stadt, dann sind Grundstücke mit einem Gebäude bebaut, im Besitz einer Person, gelten als Wirtschaftseinheit und liegen an einer Strasse, einem Wegesystem !

Tatsächlich besteht das Gasag-Areal aus mehreren Grundstücken.

Ein Quartier als Baugebiet beinhaltet immer mehrere Grundstücke aber auch ein Wegesystem.

Das Baufeld hingegen, entspricht einem Grundstück.

Betrachtet man nun das Gasag-Areal, dann liegt es zwar an einer öffentlichen Strasse, jedoch lässt es sich nicht in den Kategorien als Baugebiet nach BauNVO § 17 einordnen.

Es fehlen die städtebaulichen Siedlungsstrukturen, die ein Wegesystem voraussetzen.

Das Areal wurde zwar als Baugebiet mit Baufeldern parzelliert, ohne jedoch eine Verkehrsfläche zur Erschliessung zu sichern.

Zur Berechnung der Geschossfläche wird, im Normalfall die Strasse nicht als Baugebiet einbezogen, wie auch, ein Grundstück hat keine.

Wenn man nun so tut als ob das Gasag-Areal ein Grundstück sei, kann es keine Strassen haben, die abgezogen werden müssen !

Allerdings, so schreibt das Amt sind zwar Verkehrswege erforderlich, jedoch will man diese privaten Strassen nicht amtlich festlegen, folglich ist der Bebauungsplan 7-29 nicht eindeutig !

———-

Siedlungsstruktur

Als wesendlichstes Zeichen zur Ansiedelung im Gegensatz von Nomaden, sind markante Wege.

Wege, die Handlungsorte mit einander verbinden. Auf unsere Zeit bezogen sind es Strassen, weniger Wege. Strassen, an den Grundstücke, oder nach Hobrecht Parzellen liegen, idR. mit einem Gebäude auf der Grenzlinie. Siedlungsstrukturen beginnen mit einer ländlichen Ansiedlung und staffelt sich bis hin zu einer Grossstadt. Nicht erst hier nimmt die Bauleitplanung ihren Lauf, wenn es um Neuordnung geht.

———-

Wegen der Grössenordnung muss jedoch zwischen einem Grundstück das nur ein Baufeld beinhaltet, und einem Areal mit mehreren Baufeldern, unterschieden werden.

Während ein Grundstück, als Teil eines Baugebietes immer im Zusammenhang einer städtischen Siedlungsstruktur steht, und mit einem Haus, einem Besitzer eine Wirtschaftseinheit bildet, verhält es sich mit dem Areal sehr viel anders.Ein Areal wird nach einem Baugebiet der BauNVO kategorisiert, beinhaltet mehrere Grundstücke, Baufelder oder Parzellen und deren Erschliessungssystem.

Das Gasag-Areal besitzt keine städtische Siedlungsstruktur, um es nach der BauNVO kategorisieren zu können. Um eine entsprechende Bebauung planen zu können sind die Belange als Arbeitsgebiet in der BO 58 geregelt.

Es wurde aus der Situation des Ackers, nicht wie das umliegende Wohngebiet, parzelliert sondern diente der Gasproduktion, und weist somit auch keine entsprechende Struktur auf, das muss nachgeholt werden, indem ein entsprechendes Strassensystem angelegt wird.

——-

Berlin-Schöneberg – B-Plan 7-29 – R€GIONAL – B-Plan 7-29 – Gasag-Areal

erdoelzeitalter.com

Kommentare deaktiviert für Grundwissen Gasag-Areal