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Planreife

Posted in Planreife by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 13. Mai 2011


Planreife

Die Planreife, ist zwar Im Städtebaulichen Vertrag geregelt angedacht, jedoch als Begriff dem maßgebenden BauGB nicht zu entnehmen !

Offizielle Formulierung :

Erschliessungs-Placebo

1. Sonderregellung : „Die mit dem vorliegend geplanten Bauvorhaben – Haus 7 – erreichte Bruttogeschossfläche umfasst lediglich 14.718,61 m². Die Einhaltung der gutachterlich nachgewiesenen Leistungsfähigkeit der Torgauer Straße erfordert bei weiteren Bauvorhaben jeweils eine erneute Einzelprüfung.“

Verfassungs-Prinzipien

2. Sonderregellung : „Die erreichte Bruttogeschossfläche liegt mit dem bereits genehmigten Neubauvorhaben (Haus 7) zzgl. der vorliegenden Anträge für – Haus 6 mit 11.905 m² – Haus 8 mit 5.983 m² und – Haus 15a mit 12.896 m² bei insgesamt 45.796 m². Unter Berücksichtigung des abzureißenden Bestandsgebäudes im Bereich der Baufelder 6 und 7 (ca. 3.130 m²) und der genehmigten temporären Gebäude (Kuppelzelt, Containerbauten) wird eine Bruttogeschossfläche von 46.289 m² erreicht. Die gutachterlich nachgewiesene Grenze der Leistungsfähigkeit der Torgauer Straße wird somit eingehalten.“

Verzerrung von Verfassungsprinzipien

Das Gasag-Areal als Kernbereich des B-Plans 7-29 wurde vom Bauherrn und Baustadtrat lediglich mit Skizzen und Baumassen-Daten der Baufelder, des Bestandes und einer auf zwei Ebenen liegenden Tiefgarage dargestellt.

Eine orientierungslose Darstellung, in der Verkehrsflächen mit einer städtischen Struktur nicht eingetragen sind !

Gleichwohl ist weder durch Verkehrsflächen ein “städtisches Kerngebiet” angezeigt oder erkennbar, noch ein Nutzungs-Ablauf und damit ein Sinn der baulichen Anlage aus Baufelder, Tiefgarage und der Bestandsgebäude nachvollziehbar !

Darauf legen die Planverfasser auch keinen Wert, schließlich geht es ihnen um die “Doppel-Belegung” von Flächen des Gasag-Areals,  Verkehrs-, Grün– und Baufläche von 170 %.

Mit Verkehrsflächen ist das nicht möglich, ohne jedoch, ausreichend um Baugenehmigungen für einzelne Baufelder, von der obersten “Placebo”-Genehmigungsbehörde Berlins, mit der Senats-Bestätigung einer Placebo-Wirkung des Ergänzungs-Verkehrsgutachtens, mit der immunisierten, “getürkten Planreife” “erwirken” zu können !

Ein Erschliessungs-”Placebo” das den Anschein erwecken soll, für die in den Bauanträgen bezeichneten Baufelder aufgestellt worden zu sein, obwohl sie darin gar nicht vorkommen !

Man hatte einen „genialen Coup“ im Sinn, als der B-Plan 7-29 aufgestellt wurde, jedenfalls nach dessen Eintragungen, denn es mag die Fläche der Tiefgarage ausreichend erscheinen, jedoch mit der eingetragenen Form, der zwar einen Vergleich zu einem Schweitzer Käse zulässt, einen Vergleich zu einer funktionierenden Tiefgarage allerdings nicht standhält.

Etliche Flächen können nicht befahren werden und um ein Strassensystem integrieren zu können bedarf es eines Anschlusses aller Stellplätze, der mit dieser Form unmöglich ist.

Die Funktion kann erst dann bestehen, hierin liegt der Betrug, wenn die Fehlflächen, mit den anderweitig nicht nutzbaren, aber konstruktiv erforderlichen Ebenen unterhalb der Gebäude, aufgefüllt werden.

Mit der dann vollflächigen Tiefgarage, kann, anders als deklariert, also „rechtswidrig“ ihre Nutzung betrieben werden.

Das mag auf den ersten Blick gar nicht als so schlimm erscheinen, jedoch kommt die Frage auf : „Warum stellt man einen B-Plan 7-29 auf, wenn dann sowieso gebaut wird wie man will ?“ Vom Standpunkt der  Gebäudekunde aus betrachtet, scheitert ein System immer an den baulichen Bedingungen.

Damit hat man nach der GFZ auch die GRZ abgeschafft und erweist sich einen „Bärendienst“, denn damit kann der Komplex nicht Leben, nicht funktionieren.

Begründung

Mit der 2. Sonderregellung wird ganz offen ein Betrug beschrieben !   Nun erscheint eine Tiefgarage unterhalb der Baufelder der Bürohochhäuser, die es im B-Plan 7-29 gar nicht gibt.

Es geht auch „ohne Betrug“ nicht, weil bei dieser Form der Tiefgarage ein Strassensystem anzulegen, unmöglich ist, alle Stellplätze der zwei Parkebenen abzudecken und einer zweiten Zufahrt Raum geben. Zumal etliche Flächen gar nicht befahrbar sind.

Nur, das ist das Kriterium, nur mit dieser Konstellation konnte scheinbar eine „behauptete“ GRZ unter 1 bleiben. (behauptet, weil keine Berechnung vorliegt)

Erst einmal unterkellert, könnten die Flächen dann anders genutzt werden als sie deklariert sind, denn dann gibt es keinen öffentlichen Einblick mehr.

Es sind 12-18 Meter Tiefe, je nach dem wie viele Stellplätze angeordnet werden, bis zur Gründungsebene und damit werden mindestens drei Ebenen unter jedem Hochhaus, auch unter dem Gasometer erforderlich. Wer oder was sollte den Bauherrn abhalten, die unteren zwei Ebenen der Tiefgarage zuzuschlagen ?, dann wird der Schweitzer Käse aufgefüllt und kann sinnvoll genutzt werden. Nur, damit läge die behauptete GRZ weit über 1 !

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