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Ausfall der Funktionen

Posted in Ausfall der Funktionen by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 1. Mai 2011

Der „Ausfall der Funktionen“ war vorprogrammiert.

Mit der Festlegung und nicht mit der Berechnung der Geschossflächenzahl GFZ, hat man dem Ausfall den Boden geebnet. Eine Polarisierung der Entwurfselemente, Enge der Baumassen und Enge der Abgeschlossenheit des Areals stösst zwangsläufig auf Grenzen.

Die vorliegende Studie ergab indes, das viele Funktionen des Projektes nicht leistungsfähig sein können, da die Ansprüche des Bauherrn den Bedingungen der baulichen Anlage nicht genügen. – und so bleibt der “Ausfall der Funktionen“ nicht aus.

Ein Beispiel : Lässt man, bei einem konstantem Grundriss ein Gebäude mit seinen Ebenen in die Höhe wachsen, dann werden gleichzeitig Ebenen in die Tiefe erforderlich, also bei zunehmender Höhe, wächst auch die Tiefe.

Das ist noch nicht alles, denn ab einer gewissen Höhe wird der Grundriss in seiner gesamten Grösse für die Versorgung der oberen Ebenen nicht mehr ausreichend sein. – Ein „Ausfall der Funktionen“ !

Die technischen Grenzen werden, im Versuch bei konstanter Arealgrösse und stetig zunehmender Baumasse, durch den zeitlich variierenden Ausfall ihrer Funktionen sichtbar.

Mit der „Schweitzer Käse Taktik“ versucht zwar der Bauherr einen Ausfall einer Funktion zu verhindern, jedoch zeigt sich am B-Plan 7-29 in der Anzahl der erforderlichen Stellplätze eine Kollision zum Ausfall der GRZ.

Es gibt folglich technische Grenzen in unserem bestreben Gebäude mit einer Vielzahl unterschiedlicher Funktionen zu errichten.

Gasometer

Um eine Gebäudeerschliessung für den Gasometer installieren, vor allem aber um eine Fundamentierung bewerkstelligen zu können, wird eine Unterkellerung nicht nur erforderlich sondern unumgänglich. Denn eine Gebäudeerschliessung beginnt mit dem Keller, jedoch würde die GRZ, einen Ausfall der Funktionen darstellen, wäre überfordert und Überbaut.

Man will par two seine Baumassen durchsetzen, stösst jedoch auf Schwierigkeiten, die man mit Gewalt, mit der Einführung selbst aufgestellter Regeln, beiseite räumt. Damit wird der Widerspruch gar nicht erst erkannt, gleichwohl werden eigene Regelnaufgestellt, die zwar ihr Baurecht erzwingen jedoch eine Realisierung, die gänzlich anderen Regeln unterliegt, trotzdem nicht zulässt.

Um den Bauherrn nicht unnütz seine Grenzen ausprobieren und suchen zu lassen, hat der Gesetzgeber, als Erfahrungswerte, entsprechende Gesetze und Vorschriften eingeführt.


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