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Äussere Erschliessung – Innere Erschliessung

Posted in Äussere Erschliessung - Innere Erschliessung by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 26. November 2010

Unter dem Stichwort „Erschliessung“ fallen Massnahmen, die lediglich in Textpassagen der Begruendung an verschiedenen Stellen verteilt „versteckt“ wurden und nicht im textlichen Zusammenhang stehen.

Mit dem Begriff und seinen Erläuterungen „Erschliessung“, werden „Verkehrsflächen“ als Begriff ausgespart. Statt dessen Wird ein „Verkehrsgutachten“ bemüht, dass jedoch lediglich die Erforderlichkeit der „PlanstrasseA“ beweisen soll.  

4. Verkehrserschließung

Widerspruch Verkehrsflächen

4.1 Verkehrsgutachten

Zur Beurteilung der zukünftigen Funktionsfähigkeit der Erschließung wurden Verkehrsprognosen für das Jahr 2015 durchgeführt. Grundlage war das Netzmodell der Senatsverwaltung für Stadtentwick- lung. Eine Aktualisierung dieses Netzmodells für den Prognosehorizont 2025 ist gegenwärtig in Bearbeitung, steht jedoch bisher nicht zur Verfügung. Erste Ergebnisse der Berechnungen für 2025 geben keinen Anhaltspunkt dafür, dass mit künftig mit höheren Belastungen zu rechnen ist. Vielmehr kann von einer guten Vergleichbarkeit oder etwas geringeren Belastungen im Straßennetz ausgegangen werden.

Es erfolgten Berechnungen sowohl für den sogenannten Nullfall, d.h. ohne Realisierung der künftig zulässigen Nutzung im Plangebiet, als auch für den Planfall, d.h. mit Realisierung der künftig zulässi- gen Bebauung im Plangebiet. Die Tatsache, dass auch ohne das Planverfahren eine Nutzungsinten- sivierung möglich wäre, blieb unberücksichtigt. Insofern ergibt der Vergleich von Planfall und Nullfall etwas größere Auswirkungen. Dieses wird in der Abwägung berücksichtigt, da eine quantitative Be- rücksichtigung in der Verkehrsprognose mit Unsicherheiten behaftet ist.

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Grundlage des folgenden Kapitels ist die „Verkehrliche Untersuchung für das EUREF-Gelände im Bezirk Tempelhof- Schöneberg in Berlin“, Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft mbH, September 2008

Sowohl für den Prognose-Nullfall als auch für den Prognose-Planfall wurden die außerhalb des Plan- gebietes geplanten Nutzungsverdichtungen berücksichtigt. Dieses betrifft insbesondere die städte- bauliche Entwicklung der ‚Schöneberger Linse‘ südlich der Ringbahn, der Bahnhof Südkreuz mit an- grenzender Nutzung sowie das Gewerbegebiet Naumannstraße.

Die Berechnungen ergaben, dass die Torgauer Straße für die Erschließung des Plangebietes nicht ausreichend ist, zumal die Einziehung des Straßenlandes im Bereich des künftigen Cheruskerparkes (Bebauungsplan XI-231b) berücksichtigt wurde. Daher ist – entsprechend den Vorstudien – eine neue Erschließung nach Süden zum Sachsendamm erforderlich. Für den nördlichen Teil dieser Planstraße A ist nach dem Verkehrsgutachten mit einer Verkehrsbelegung von 7.200 Kfz/24 h zu rechnen. Für dieses Verkehrsaufkommen ist ein zweistreifiger Querschnitt (eine Fahrspur je Richtung) ausrei- chend. Für den südlichen Teil der Planstraße A zwischen Sachsendamm und Tempelhofer Weg wur- de im Prognose-Planfall eine Belastung von 15.500 Kfz/24 h ermittelt. Zur Sicherstellung der leis- tungsfähigen Abwicklung der Abbiegeströme am Knotenpunkt Planstraße A / Sachsendamm sind für diesen Teilabschnitt der Planstraße A zwei Fahrstreifen in Richtung Süden erforderlich, um die Ver- kehre des Gebiets der ‚Schöneberger Linse‘ aufzunehmen. Die zusätzlichen Verkehre aus dem Plan- gebiet können dann problemlos mit aufgenommen werden. In der Gegenrichtung reicht ein Fahr- streifen für den vom Sachsendamm abfließenden Verkehr. Am Knotenpunkt Tempelhofer Weg / Planstraße A ist zur Sicherstellung eines leistungsfähigen Verkehrsablaufs eine Lichtsignalanlage zu errichten. Ein Umbau der Signalanlage Sachsendamm / Planstraße A ist erforderlich.

Für die Torgauer Straße wird nach Realisierung der Planstraße A nur noch eine Kfz-Belastung von 1.100 Kfz/24h prognostiziert. Die Torgauer Straße kann als untergeordnete Zufahrt (nur rechts rein und rechts raus) bestehen bleiben. Dabei wäre auch die Verkehrsführung als vom Gebiet abführende Einbahnstraße mit der Zulassung von Fahrradverkehr in der Gegenrichtung möglich.

Im Nebenstraßennetz des Umfeldes des Bebauungsplans (Ebersstraße, ‚Schöneberger Insel‘) ist aufgrund der im Geltungsbereich künftig zusätzlich zulässigen Nutzungen kein zusätzliches Ver- kehrsaufkommen zu erwarten. Für das Hauptstraßennetz (Sachsendamm, Dominicusstraße, Tempel- hofer Weg) werden nur geringe Verkehrszunahmen in Höhe von rund 3 % prognostiziert. Teilweise können sich durch Verlagerungseffekte sogar leichte Verkehrsentlastungen ergeben. Die Verkehrs- belastung der Anschlussstelle der A 103 / A 100 nimmt infolge der zulässigen Entwicklung im Plan- gebiet voraussichtlich nur um 5 % zu.

4.2 Planstraße A

Da die

Torgauer Straße allein zur verkehrlichen Erschließung aller im Kerngebiet künftig zulässigen Nutzungen nicht ausreichend ist und damit die Erschließung als Zulässigkeitsvoraussetzung für Vor- haben im Kerngebiet gemäß BauGB § 30 nicht gewährleistet wäre, soll eine neue Erschließungsstraße (Planstraße A) planungsrechtlich gesichert werden,

die eine Verbindung zwischen der Torgauer Straße und dem Tempelhofer Weg sowie dem Sachsendamm herstellt. In der Straßenbreite können neben der Fahrbahn beidseitig Gehwege und Angebotsstreifen für Radfahrer/innen angeordnet wer- den. Hierbei wurde auch das Ergebnis einer Prüfung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Auftrag des Abgeordnetenhauses berücksichtigt, für welche der Berliner S-Bahnbrücken eine Aufweitung zugunsten des Umweltverbundes verkehrlich sinnvoll ist. Diese ergab, dass ein neuer Tunnel unter der Bahntrasse verkehrlich notwendig ist. Zur mit dem Bebauungsplan zu sichernden Unterquerung heißt es im Schlussbericht: „Über die Umsetzung der Maßnahme Nr. 14 (neuer Personentunnel unter dem Berliner Innenring) mit Kosten in Höhe von 1.040 T €kann erst entschieden werden, wenn die Planungen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg über die Umfeldgestaltung (Erweiterung des Cheruskerparks und Umgestaltung des ehem. GASAG-Geländes an der Torgauer Straße) abgeschlossen sind.“

Widerspruch Torgauer Strasse

Das ist die Aufhebung der Strassenbegrenzungslinie von 1902, aus der Planzeichnung ergeben die auf die alte Grundstuecksgrenze gesetzten geplanten Buerohochhaeser die Tatsache, das die TorgauerRestStrasse nicht auf die mögliche Breite ausgebaut werden kann ja soll und damit nur als private Ein- und Ausfahrt fungieren kann, auf keinen Fall jedoch Platz bietet damit Anwohner sie benutzen könnten.

Obwohl die Flurstuecke aus dem Strassenbereich bereits dem Land Berlin zugeschrieben wurden, wurde eine erneute Flurbereinigung durchgefuehrt um Hochhaeser aud die alte Grenze platzieren zu können, ein Umstand, der gar nicht erst beschrieben wurde.

Desweiteren wird an der Ecke Sachsendamm-Torgauerstrasse eine zweite Ausfahrt (als Vorfahrt Hotel), die ebenfalls nur in einer beilaefigen Textpassage Erwaehnung findet, eingerichtet.


Äussere Erschliessung – Innere Erschliessung

Betriebsebene

Die äussere Erschliessung stellt die TorgauerRestStrasse und die geplante PlanstrasseA dar.

Die innere Erschliessung wurde in der Planung nicht bedacht. Zum Verständnis hierfür ist die Betriebsebene beschrieben, die erforderlich wäre um einen funktionierenden Ablauf in dem baulichen Komplex ermöglichen zu können.

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