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Konzeption B-Plan 7-29 – Die Bedingungen des Bauherrn

Posted in Bedingungen des Bauherrn, Konzeption B-Plan 7-29 - Die Bedingungen des Bauherrn by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 6. November 2010

Die Bedingungen des Bauherrn

Die Bedingungen des Bauherrn

Aus dem Überhäuften B-Plan 7-29 lassen sich, bis auf Zehn, alle Maßnahmen zu den Unterteilungen B-Plan7-29/1-5 zuordnen.

Die restlichen Zehn haben zwar die Gemeinsamkeit „kein Ergebnis einer Planung“ zu sein, jedoch eine Wichtigkeit darstellen, die nur der Gedankenwelt des Bauherrn zugeschrieben werden kann. Tatsächlich sind es seine Kernpunkte die er unumstösslich vertritt.

Während in der Begründung von der „Absicht“ des Bauherrn gesprochen wird, avanciert sie, im „Städtebaulichen Vertrag“ zum Konzept, das allerdings lediglich einen Lageplan  mit Namen der Gebäude zum Inhalt hat !


Ein „Konzept“ liegt nicht vor, jedoch 10 Bedingungen.!

Die Bauleitplanung, ein Instrument des BauGesetzBuches, zur vorausschauenden Städtebaulichen Gestaltung,  wird mit der Planungshoheit des Amtes erarbeitet. Im Normalfall !

Ganz anders verläuft die Bauleitplanung bei der Konzeption des B-Plans 7-29, mit der veräusserten, nun privaten Planungshoheit, wird vorausschauend der Spekulations-Gewinn gesichert !

Die Baudichte und „Auslagerung“ des Erschliessungs-Areals, von 16.000 m2, das sind 30% Zuwachs des Gasag-Areals, in das Umland. Addiert man die Differenz der Nordspitze dazu, dann sind es 20.000 m² Grund und Boden, die der Baustadtrat Bernd Krömer dem Bauherrn zum Geschenk macht ! und bilden die Grundlage der „Bedingungen“, die zur Sicherung der „Wertsteigerung“ nach der „Verkehrswerttabelle“ und damit für eine potenzielle Finanzierungszusage, erforderlich sind !

Das sind Bedingungen, die lediglich die Grundlage des Gewinn-Gegenstandes, in Form der Baudichte und der „Auslagerung“ des Erschliessungs-Areals in das Umland sichern, und einzig und allein dem „Vorteil“ des Spekulations-Planes, also dem Bauherrn zu Gute kommen, während die Städtebauliche Gestaltung unbeachtet bleibt, haben die Anwohner den Schaden zu tragen und werden mit dem Nachteil leben müssen.

Während der Baustadtrat Bernd Krömer sich von der Absicht des Bauherrn leiten lässt, der die Nutzung nicht Festgeschrieben wissen will, besteht der Bauherr auf die Erfüllung von zehn Bedingungen zur Akzeptanz des B-Plans 7-29:

1. Die Umwandlung zum Kerngebiet, erforderlich um entsprechend umfangreiche Baumassen anordnen zu können !

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2. Die Baudichte mit 165.000 m2 Geschossfläche zu bestimmen und festzulegen, in dem B-Plan 7-29 ist eine ordentliche Berechnung nicht enthalten ! Festlegungen in : Der Begründung und dem Städtebaulichen Vertrag.


3. Das Füllen des Gasometers mit Baumassen, ist zwar eine Spekulation auf eine gewisse Attraktion, jedoch Gestalterisch, Architektonisch, Bautechnisch und Verkehrstechnisch mangels einer Betriebsebene als „Erschliessungsfläche“ nicht realisierbar.

4. Eine sich über zwei Ebenen erstreckende Tiefgarage mit 1.200 Stellplätzen. Mit dem „Schweitzer Käse“ wird die Tiefgaragenfläche zwar vergrössert, jedoch um die Funktion einer „Betriebsebene“ anordnen zu können.


5. Einforderung des „Nordspitzen-Areals“ als Geschenk der Gasag an den Bezirk,

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6. Ein Neuer „PlanstrassenA-Komplex mit Folgekosten“ und Vermögensschädigung am öffentlichem Eigentum, als Zufahrt unter der Ringbahn. Der Bauherr benötigt die „Neue Zufahrt“ als Lieferanten-Einfahrt ! Die Haupt-Einfahrt wird selbstverständlich vom Sachsendamm her erfolgen ! Die Einfahrten liegen in unterschiedlichen Ebenen, das ist U1 als Zufahrt in die Betriebsebene und U2 als Zufahrt in die Tiefgarage !

7. Hotelbau auf S-Brücke. Das Fundament wird, technisch bedingt, unterhalb des Brückenfundamentes liegen.

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8. Sperrung der „RestTorgauerStrasse„, durch einen vorsätzlichen Betrug, für die Anwohner der Insel..

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9. Keine Veränderungssperre n. BauGB §14, denn so können Manipulationen an Baulichkeiten des Denkmalensembles „Unentdeckt bleiben“.

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10. Kein Vorhaben- und Erschliessungsplan, nach BauGB §12, damit kein Themen- und Erschliessungszwang besteht und alle Möglichkeiten des „Kerngebietes“ ausgenutzt werden können.

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Die Bedingungen begründen zwar keine städtebauliche Gestaltung eines Bebauungsplanes, vielmehr missachten sie die „Bauleitplanung“ aber „Bestimmen“ sie, mit ihren Maßen und Massen ohne ihren funktionalen Inhalt preiszugeben und Festzuschreiben !

Zudem lässt sich der Infrastruktur-Austausch der RestTorgauerStrasse gegen den neu zu Errichtenden, 30 Millionen € teuren „PlanstrassenA-Komplex mit Folgekosten“, nicht mit einer verbesserten Fahrzeug-Frequenz rechtfertigen, sie ist Gleichhoch ! Gleichwohl ist mit 1.200 Stellplätzen, ein sehr bescheidenes Verkehrsaufkommen  zugrunde gelegt worden. Die Torgauer „füllt“ sie in der gleichen Zeit !

Damit sind diese acht Punkte in ein, mindestens dem Anschein nach, „rechtlich tragfähiges Korsett“ zu stecken. Das geht natürlich nicht, ohne das der Baustadtrat dem Vorgang Nachdruck verleiht, wohl wissend, das die „Gegenleistung“ entsprechend Hoch sein wird. Nur, wer bekommt die „Gegenleistung“ ?   Der Gewinn kann bis zu 600 Millionen € betragen !