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Optische Täuschung

Die Geschichte der Gebäudekunde

Um Dinge erkennen zu können, greift das Gehirn immer erst auf bekannte Strukturen zurück, ohne das Erfasste erkannt zu haben. Das ist eine Arbeitserleichterung, denn würde es immer erst genau das betrachtete Objekt analysieren, käme es in Zeitdruck und kann wichtige Reaktionen nicht ausführen.

Die geplanten Objekte des Gasag-Areals gehören zwar mit ihren räumlichen Verhältnissen zu den bekannten Strukturen, jedoch stimmt der Maßstab nicht. Die bekannten Strukturen beziehen sich auf Einzelhäuser, wie etwa Stadtvillen. Dabei beinhalten die betrachteten Objekte ein hundertfaches Volumen, das das Gehirn gar nicht erfassen kann. Damit kann man das besehene erst durch Grössenüberlegungen erfassen und verstehen.

Ein weiterer Zusammenhang ist mit der Nutzbarkeit von Räumen zu beachten, während im Allgemeinen Häuser eine Tiefe von 10 bis 15 Meter haben, ist das der Nutzung der Sonne geschuldet, das Tageslicht einbeziehend. Bei einer Tiefe der Räume von maximal 6 Meter zu je beiden Seiten des Gebäudes liegt dazwischen ein Erschliessungsbereich von 3 Meter.

Die geplanten Objekte hingegen haben ein Seitenverhältnis von 50 x 40 Meter ohne Innenhof, Sodas lediglich der Äussere Rand von 6 Meter das Tageslicht einfangen kann. Auch wenn 10 % der Grundfläche der Versorgung und Erschliessung dienen, dann sind 40 % auf künstliches Licht angewiesen.

Um einen Eindruck der hier vorliegenden Grössenordnung zu bekommen, das Objekt soll, für 6.000 Menschen auf 165.000.m² festgesetzter Brutto-Geschossfläche bei einem Areal von 55.000 m², mit dem Anspruch den Bedingungen genügen.

Damit kann das gesamte Areal mit drei oberirdischen Nutzer-Ebenen abgedeckt werden, entsprechend benötigt man dann auch unterirdische

 

Ebenen für Nutzerbewegungen, Parkraum, Bewirtschaftung.  

Aber halt, es fehlt eine Aussenanlage und ein Erschliessungsbereich für die Nutzung.

Also wird aus der einen Baumasse mehrere Kleine, die dann aber sehr viel Höher sein müssen, weil ja die Grösse der Geschossfläche zu beachten ist.


Eins noch, die Fläche der Tiefgarage muss noch verkleinert werden bei gleicher Kapazität werden es dann aber mindestens vier Ebenen, während je eine Ebene für Nutzerbewegungen und  Bewirtschaftung ausreichend sind.


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Also bei dieser ungewöhnlichen Form und Raumteilung der Tiefgarage wird es schwierig werden, je Ebene 600 Stellplätze unter zu bringen. Wäre der Kellerraum der Bürohochhäuser nutzbar, sähe es wesent
lich günstiger für die Raumteilung aus. Aber dann wäre die GRZ hoffnungslos überbaut.

Es wurden die folgenden Ebenen behandelt: Nutzer-Ebenen – das sind Büros, Veranstaltungsräume etc., Nutzerbewegungen – das sind Wege zwischen den Gebäuden, für Angestellte und Besucher, Parkraum – für Angestellte und Besucher, und Bewirtschaftung – als Betriebsebene, für Wartung, Instandhaltung und Entsorgung und Lieferung.

Technische Grenzen

Die vorliegende Studie ergab indes, das viele Funktionen des Projektes nicht leistungsfähig sein werden, da die Ansprüche den Bedingungen nicht entsprechen.

Die Durchflussmenge ist immer abhängig vom Druck und vom Durchmesser. Menge als Anzahl der Einheiten, Druck als Menge pro Zeiteinheit, Durchmesser als vorhandener Raum.

Ein Durchflusssystem, bekommt erst dann einen Sinn und Zweck, wenn viele Verbraucher oder Nutzer es verlässlich für sich in Anspruch nehmen können. Je nach System wäre demnach ein Anspruch zu ermitteln.

Mit der Begrenztheit des Gasag-Areals, in das ein komplexes System entsprechend eines B-Plans 7-29, integriert werden soll, eines, das eine Vielzahl untergeordneter Systemen vereinigt, ist zwangsläufig eine minutiöse Anspruchsermittlung erforderlich. 

Ein Beispiel : Lässt man, bei einem konstantem Grundriss ein Gebäude mit seinen Ebenen in die Höhe wachsen, dann werden gleichzeitig Ebenen in die Tiefe erforderlich, also bei zunehmender Höhe, wächst auch die Tiefe.

Das ist noch nicht alles, denn ab einer gewissen Höhe wird der Grundriss in seiner gesamten Grösse für die Versorgung der oberen Ebenen nicht mehr ausreichend sein.

Die technischen Grenzen werden, im Versuch bei konstanter Arealgrösse und stetig zunehmender Baumasse, durch den zeitlich variierendem Ausfall ihrer Funktionen sichtbar. Ein Ausfall einer Funktion zeigt sich am B-Plan 7-29 in der Anzahl der erforderlichen Stellplätze.

Es gibt folglich technische Grenzen in unserem bestreben Gebäude mit einer Vielzahl unterschiedlicher Funktionen zu errichten.

Zunahme der Baumassen, Ausfall der Funktionen. Zunahme der Höhe oder Tief – Zunahme des Querschnitts.

Um den Bauherrn nicht unnütz seine Grenzen ausprobieren zu lassen, hat der Gesetzgeber, als Erfahrungswerte, entsprechende Gesetze und Vorschriften eingeführt.

Entwurf und Konstruktion

So mancher Entwurf erscheint nur so hingehaucht zu sein, mit Nichten. Es ist eine sichere Hand mit Wissen um jeden Strich, der markant, mit konstruktiver Sicherheit Teil einer zukünftigen Silhouette werden wird.

Nicht so der Entwurf der den B-Plan 7-29 einmal beleben soll, jedoch nicht dessen Bestandteil ist.

Da die Tiefgarage als tiefstes Bauwerk, etwa 2 bis 8 Meter im Grundwasser stehen wird, ist die Konstruktion als „Weisse Wanne“ auszuführen. Damit wird eine abschnittsweise Ausführung, siehe Planreife, nur mit umständlichen Anschlüssen und entsprechenden  Mehrkosten möglich.

Zumal die Stellplatzorganisation bei der Enge des Areals nicht funktionieren wird und die Betriebsebene, die gerade in der Bauphase nutzbar sein müsste, mit diesem Planungsschritt jedoch ausfällt.

Nach Fertigstellung der Tiefgarage darf die Wasserhaltung nicht eingestellt werden, da sonst durch den Aufrieb ein erheblicher Schaden am Bau auftreten wird. Erst wenn die Bauwerke das Gewicht des verdrängten Wassers erreicht haben, kann sie abgestellt werden.


Als Besonderheit – Der Gasometer


Der Ausbau des Gasometers mit 30.000 m² Geschossfläche, der nicht Unterkellert werden soll und keine Zufahrt bekommt.

Um die Grössenordnung zu verstehen, betrachtet man die 500 Meter Wohnhäuser der Westseite der Leberstrasse zwischen Leuthener und Kolonnenstrasse, mit ebenfalls 30.000 m2 Geschossfläche.

Die Nutzer können Erschliessungselemente in Anspruch nehmen :

20 Zugänge, 100 Stellplätze auf 1.000 m2, 2.500 m2 je Seite öffentliche Strasse, 1.500 m2 je Seite Gehweg, 6.000 m2 je Seite Hofraum und 3 Zufahrten aus unterschiedlichen Richtungen für den Notfall.

Das sind Erschliessungselemente, für die am Gasometer der Platz fehlt.

Es sind 5.000 m2 Erschliessungsfläche die dem Gasometer fehlen, denn er hat 0.  In dem B-Plan 7-29 wurde keine Aussenanlage vorgesehen.

In der GFZ, die lediglich behauptet wurtde findet sich keine Angabe über „Erschliessung“.

Unterkellerung

Mit dem Bau der Tiefgarage geht man, mit einem Umfangbogen von 155 °  dicht an den Gasometer heran, das werden sg. Schlitzwände als Abfangung mit der Tiefe der Tiefgarage.

Man will den Gasometer zwar nicht Unterkellern, jedoch ausbauen. Der Ausbau wird sich auf den äusseren Kreisring mit einer breite von 15 Metern beziehen, so das im Kern des Gasometers ein Hofraum in Form eines Zylinders entsteht, mit 30 Meter Durchmesser.

Die Gründung des Ausbaus muss sich an den Aussendurchmesser des Gasometers, als auch an den des Hofraumes richten. Dabei ist zu beachten, das die Tiefe der Gründung bereits vorgegeben worden ist, mit der Tiefgarage.

Komplexe Anlage – Verfahren

Damit besteht eine zwangsläufige Unterkellerung, die sinnvoll genutzt werden könnte.


Ein vom Bauherrn eingefädelter und vom Stadtplanungs-Amt zu verantwortender Betrug

Man hatte einen „genialen Coup“ im Sinn, als der B-Plan 7-29 aufgestellt wurde, jedenfalls nach dessen Eintragungen, denn es mag die Fläche der Tiefgarage ausreichend erscheinen, jedoch mit der eingetragenen Form zwar ein Vergleich zu einem Schweitzer Käse zulässt, einen Vergleich zu einer funktionierenden Tiefgarage allerdings nicht standhält.

Etliche Flächen können nicht befahren werden und um ein Strassensystem integrieren zu können bedarf es eines Anschlusses aller Stellplätze der mit dieser Form unmöglich ist.

Die Funktion kann erst dann bestehen, hierin liegt der Betrug, wenn die Fehlflächen, mit den anderweitig nicht nutzbaren, aber konstruktiv erforderlichen Ebenen unterhalb der Gebäude, aufgefüllt werden.

Mit der dann vollflächigen Tiefgarage, kann, anders als deklariert, also „rechtswidrig“ ihre Nutzung betrieben werden.

Das mag auf den ersten Blick gar nicht als so schlimm erscheinen, jedoch vom Standpunkt der Sicherheit ist es ein Kardinalfehler. siehe Systeme

Damit hat man nach der GFZ auch die GRZ abgeschafft und erweist sich einen „Bärendienst“, denn damit kann der Komplex nicht Leben.


Begründung

Es wird „ohne Betrug“ nicht möglich sein bei dieser Form ein Strassensystem anzulegen, das alle Stellplätze der zwei Parkebenen abdeckt und einer zweiten Zufahrt Raum gibt. Zumal etliche Flächen gar nicht befahrbar sind.

Nur, das ist das Kriterium, nur mit dieser Konstellation kann eine „behauptete“ GRZ unter 1 bleiben. (behauptet, weil keine Berechnung vorliegt)

Erst einmal unterkellert, könnten die Flächen dann anders genutzt werden als sie deklariert sind, denn dann gibt es keinen öffentlichen Einblick mehr.

Es sind 12-18 Meter Tiefe, je nach dem wie viele Stellplätze angeordnet werden, bis zur Gründungsebene und damit werden mindestens drei Ebenen unter jedem Hochhaus, auch unter dem Gasometer erforderlich. Wer oder was sollte den Bauherrn abhalten, die unteren zwei Ebenen der Tiefgarage zuzuschlagen ?, dann wird der Schweitzer Käse aufgefüllt  und kann sinnvoll genutzt werden. Nur, damit läge die behauptete GRZ weit über 1 !

Die Betrachtung des Gasometers und seine Erschliessung, entspricht der, der übrigen Gebäude, muss also mit 165/30= 5,5 multipliziert werden und bekommt so eine Erschliessungsfläche, ohne Stellplätze von 22.000 m2, das entspricht dem Beispiel 2 der Baudichte-Berechnung.


Zusammenbruch der Systeme

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