Erdoelzeitalter (home)

Komplexe Anlage – Kapitel der Betrachtung – Inhalte

Posted in Komplexe Anlage - Kapitel der Betrachtung - Inhalte by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 22. Juli 2010

Inhalte – Zerstörte Umwelt

Gift im Kopf

Originaltext :

„3.4.2 Prognose des Umweltzustandes mit Durchführung der Planung

Durch das Bauvorhaben im Kerngebiet wird ein großer Teil der vorhandenen Vegetation ein- schließlich des Baumbestandes innerhalb der Fläche bedingt durch die neue Bebauung, die Altlastensanierung und den anschließenden Bau der Tiefgarage verloren gehen.

Im Bereich der neuen südlichen Zufahrt Planstraße A geht die Vegetation komplett verloren. Nördlich des Gasometers bleibt eine Fläche von ca. 3.000 m2 erhalten.

Vom Baumbestand gehen 77 Bäume verloren. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Pappeln (35), Platanen (19), Robinien (9), Kastanien (4), Götterbäume (2), Spitzahorn (3), Winterlinde (1) und Birke (4). Die Auswirkungen werden sich auf das Plangebiet beschränken.“

Inhalte – Neugestaltung

Inhalte – Reduziert man die dargestellten Inhalte auf Elemente der Neugestaltung, dann zeigen sich die Umrisse der TGa 2 Tiefgarage und 10 Baufelder ohne Funktionen, als Parzellen ohne Nutzung und Strassen.

Ohne Erklärung der Standorte und Baumassen von 165.000 m2 Geschossfläche die auf die Baufelder verteilt wurden.

In den Baufeldern kann man sich Baumassen im Ausstellungsformat vorstellen, ohne Bezugnahme und Massstab des umgebenden Wohngebietes und der Denkmäler, ohne Logistik, ohne Erschliessung, ohne miteinander in Beziehung zu stehen, ohne Einbindung in das Stadtbild, ohne Freiraum und ohne Funktion in dem Stadtteil, bleiben es überdimensionierte Bauklötzer.

30.700 m2 Geschossfläche im Gasometer

Leberstrasse zwischen Kolonnen und Leuthener – 500 Meter

Bauklötzer, mit je einer Baumasse von 270 Meter einer Strassenseite der Insel, die des Gasometers beinhaltet sogar 500 Meter, das entspricht einer Seite der Leberstrasse mit 5 Ebenen, von der Kolonnen- bis zur Leuthener Strasse,  als Spielzeug der Spekulation.

Bauklötzer ohne entsprechende mindest Abstandsflächen, mit einem hohen Verschattungspotential, zum eigenen als auch nachbarlichen Nachteil.

.

Die zwanghafte seitenlange Beschreibung von Schatten und Abstandsflächen der einzelnen Baufelder, im Umweltbericht, führt letztlich zu keiner Begründung oder Rechtfertigung der Verletzung der BauO Bln.

Statt dessen wollen die Protagonisten mit Bravur, die  „aktuellen Planungsziele„, nämlich die „Baumassen“ und nicht eine schlüssige städtebauliche Gestaltung durchsetzen.

BauO Bln. §6 Abs.1 „Vor den Außenwänden von Gebäuden sind Abstandsflächen von oberirdischen Gebäuden freizuhalten“.

Damit nimmt das Stadtplanungsamt Einfluss auf einen zukünftigen Bauantrag indem Abstandsflächen nicht eingehalten werden müssen und unterläuft, in unzulässiger Weise, mit einer „Satzung“ eine Verordnung.

Im Schatten der Sonne

(nicht Bestandteil des B-Plans)

Eine Solaranlage auf dem Dach desMesselbaus zu installieren kann nur einer kurzfristigen Nutzung dienlich sein, denn sie liegt im Schatten des Gasometers und des, der umgebenden, geplanten Hochhäuser.

Eine CO2-Neutralität ist mit dieser Konstellation nicht erreichbar.

Die CO2-Neutralität ist eine Bilanz-Situation, in der die Menge der gebundenen und freigesetzten Kohlenwasserstoffe CO2, ausgeglichen ist, unter der Massgabe das die freigesetzten aus regenerativer Energie kommen.

Als Nachweiss der genutzten Energien, sind alle Verbräuche zu ermitteln zB. zur Herstellung der Fassadenziegel, die mit Kohle gebrannt wurden und damit weit entfernt von einer CO2-Neutralität liegen.