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Planung – Technische Anforderungen – Fundamente – Sohle – Baugrube

Posted in Fundamente - Gründung - Sohle - Baugrube, Planung, Technische Anforderungen by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 13. Mai 2010

Technische Anforderungen – Fundament – Sohle – Baugrube

Das Fundament – Der Untergrund

Planung

Der Vorgang bezieht sich auf die Bauleitplanung, in der Städtebauliche Aspekte im Vordergrund stehen.

Die Beschreibung der Objekte bleibt dementsprechend Allgemein. Jedoch müssen die Auswirkungen im Einzelnen Betrachtet werden, ohne eine existierende Planung in den Vordergrund zu stellen, es sei denn es handelt sich um einen „Projektbezogenen B-Plan“.

Die Baumöglichkeiten des B-Plans 7-29, beziehen sich auf seine Baufelder und eine Tiefgarage. Dabei ist vorauszusetzen, das die Gründungsebene für alle Neubauten gleich ist.

Die Tiefgarage begrenzt die Baudichte auf 42.000 m² Geschossfläche !

Für Berlin gibt es gegenwärtig keine gesetzliche Regelung für die Anzahl anzuordnender Stellplätze. Während Hamburg und Bayern für 35 m² Nettobürofläche einen Stellplatz fordert, das macht in der Addition 4.300, werden nur 1.200 Projektiert.

Die Fläche der Tiefgarage geht über die Baufelder an der Bahnstrecke hinaus und spart sie im gesamten aus, weil sonst die GRZ steigen würde. Es entsteht eine „Durchlöcherte“ Fläche. Dadurch ergeben sich, nimmt man entsprechende Konstruktionsbauteile an, kleine kaum begehbare geschweige denn Flächen die befahrbar für KFZ sind.

Da die konstruktiv erforderlichen Unterkellerungen der Baufelder, es sind mindestens 3, nicht alle gebraucht werden, werden wohl 2 später der Nutzfläche der Tiefgarage zugeordnet.

Die Grenze der Bebauungsdichte, unter der Voraussetzung einer nachvollziehbaren GRZ-Berechnung, liegt bei 1.200 Stellplätze. nach den og. Zahlen käme man auf 42.000 m² Geschossfläche.

Die Baufelder

Indem ein Baufeld in dem B-Plan 7-29 eingetragen ist, beginnen Konsequenzen, die sich auf einen Technischen, einen Rechtlichen und einen Umwelt-Aspekt ausbreiten. Es wird eine Kette in Bewegung gesetzt, in der jedes Glied eine Bedingung mit sich führt, die die Folgenden tragen können muss.

Wenn ein Baufeld an der Grundstücksgrenze liegt, an der in unmittelbarer Nähe eine in Betrieb befindliche Bahnanlage liegt, dann muss diesem Aspekt Rechnung getragen werden. Denn mit der möglichen Baudichte wird gleichzeitig eine entsprechende Bautiefe ermöglicht, die den Bahnbetrieb gefährdet.

Gleichzeitig fallen der Baugrube Bäume in ihrer Nähe stehend zum Opfer, da sie, wenn nicht durch Wurzelbeschädigung, dann durch Wassermangel, nicht überlebensfähig sind.

Wenn das Amt dem Besitzer mit dem B-Plan 7-29 als Attest die Bebaubarkeit zusichert, dann wird es rechtlich verpflichtet dafür auch Sorge zu tragen.

Hotel

Eindeutig ist dieser Aspekt für das Baufeld des Hotels, an der Südspitze des Areals. Eingezeichnet ist es in unmittelbarer Nähe der Brücke und Eingeschlossen ist die Stützwand.

Wie soll hier das Baurecht durchgesetzt werden ? Der Bauherr kann mit der Bahn nicht in Verbindung treten, da sein Vertragspartner das Amt ist. Also muss das Amt den Sachverhalt klären, es ist dazu verpflichtet. Kommt es nicht zu einer einvernehmlichen Lösung, dann Haftet das Amt gegenüber dem Bauherrn und ist Schadenersatzpflichtig !

Ein weiters Glied in der oben erwähnten Kette stellt eine Unterfahrung bzW. Unterfangung der Denkmäler dar. Mit der Zusicherung eine Tiefgarage bauen zu können, liegt ein Begehren zur Kostenübernahme für die Unterfangung auf der Hand.


Gleichwohl währe eine Haftung unter Anwendung eines „Vorhabenbezogenen B-Plans 7-29 n. BauGB § 12“ ausgeschlossen.!

Diese Schadenersatzverpflichtung ist auf alle Baufelder einschliesslich des Bereiches der für die Tiefgarage vorgesehen ist, anwendbar.


Fundament und Gründung

Das Fundament, die Gründung einer baulichen Anlage die als erstes gebaut werden muss, wird oft zuletzt Bedacht. Spätestens jetzt offenbaren sich die Unbedachtheiten. Aus Platzmangel müssen Die Infrastruktur-Einrichtungen bestehend aus :  Erschliessung, Versorgung und Betrieb, in den Untergrund verlagert werden.

LogistikErschliessungGrössenordnungSysteme

Eine komplexe bauliche Anlage zwingt alle Infrastruktur-Einheiten zur Zentralisierung. Dem Vorteil, der Zentralen anhaftet steht ein Nachteil der zusätzlichen Wege gegenüber. Bei aller Zwanghaftigkeit Platz zu sparen benötigt man extra Platz. Wie lässt sich das Erklären.?

An dem Weg zum PKW-Stellplatz. Während man bei einem Einfamilienhaus den PKW dicht am Haus stehen hat, muss bei einer komplexen Anlage immer erst der Weg zum System, und der Weg im System, den Abstellplätzen, überwunden werden.

 

Technische Anforderungen

Je grösser die Baumassen, je höher die Anzahl der Menschen und je umfangreicher die Funktionen in einem Komplex werden sollen, so müssen alle Systeme dem angepasst werden. Da diese Anpassung immer auch einen Ausgleich zum Platzbedarf erfordert, geht das, wie in dem vorliegenden Fall, nur durch die Verlagerung in den Untergrund.

Bei dieser Betrachtung entziehen sich die Parameter GRZ und GFZ ihren Anwendungsmöglichkeiten, sie sind weit über ihr zulässiges Mass angestiegen.


Vorbereitungs-Projekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie auch immer, die Baugrube wird, entsprechend der letztlich geplanten Stellplätze von 1.200 bis 4.300, eine Tiefe von 12-18 Meter haben und das bedeutet das alle Denkmale mit einem erheblichen baulichen Aufwand, unterfangen werden müssen.

Allerdings ist ab einer Tiefe von 10 Meter mit Grundwasser zu rechnen, das eine Grundwasser-Absenkung für die Zeit der Bauarbeiten nach sich ziehen würde. Damit ergibt sich eine weitere Gefährdung für bereits bestehende bauliche Anlagen, wie der Bahnstrecke, die über eine Länge von 400 Metern in wenigen Metern Abstand durch eine Baugrubenwand den Bahnbetrieb gefährdet.

Durch die Absenkung verändert sich das Gefüge des Bodens und kann eine Verminderung der Tragfähigkeit zur Folge haben.

Ein Sicherheits-Aspekt und ein Balance-Akt zwischen Kosten und Nutzen, der das gesamte Projekt in Frage stellt.

Das ist bei weitem nicht der einzige Punkt der Infragestellung, denn das Hotel auf der S-Brücke, wird einen erheblichen Eingriff in das vorhandene Brückenbauwerk der S-Bahn und DB-Bahn nach sich ziehen, bis hin zum Neubau der Brücken.

Der Bahnbetrieb wird folglich in einem grossen Umfang an drei Stellen in beiden Richtungen, gestört werden, dabei fallen erhebliche zusätzliche Kosten an, die natürlich vom Bezirk abverlangt werden.

Die PlanstrasseA mit dem Kreuzungsbauwerk mit Kosten von 30 Millionen €, ist technisch keine Herausforderung jedoch verursacht es einen erheblichen Soll-Saldo bei den Nebenkosten.

Und nicht zuletzt die Bauausführung, die noch so manchen Sicherheits-Aufwand in sich verbirgt.

Es wird ein Bauablauf an und mit öffentlichen Baulichkeiten in Bewegung gesetzt, der keinerlei finanzielle Absicherung vorsieht, eben nur die „Absicht“ des Bauherrn. Um diesen Bauablauf sichern zu können, muss ein unabhängiger „Finanzrahmen“ eine „Ausfallsicherung“ geschaffen werden, um auch nach einem Ausscheiden des Bauherrn das Projekt zu sichern. Die Ausfallsicherung würde sich im Bereich von 100 Millionen € bewegen.

Wohl bemerkt bezieht sich der Finanzrahmen auf Nebenleistungen, Vorleistungen die nicht den eigentlichen Baukomplex betreffen !

Mit anderen Worten, erst nach den erbrachten Vorleistungen kann entsprechend des B-Plans 7-29 ein Bürokomplex wie ihn der Bauherr geplant hat gebaut werden !

Für die Vorleistungen kann der Bezirk Tempelhof-Schöneberg in die Haftung genommen werden !

Gleichwohl währe eine Haftung unter Anwendung eines „Vorhabenbezogenen B-Plans 7-29 n. BauGB § 12“ ausgeschlossen.!

Der Wille kann Berge versetzen – Die Logistik sagt wann


Begriff :  Fundament, Sohle

Das Fundament, die Gründung einer baulichen Anlage die als erstes gebaut werden muss, wird oft zuletzt Bedacht. Spätestens jetzt offenbaren sich die Unbedachtheiten. Für die Gründung, das sind Lasten, Kräfte, Drücke die in den Untergrund abgeleitet werden müssen. Wobei unterschiedliche Medien, ein unterschiedliches Verhalten haben.

Das kann man sich an einem Boot vor Augen führen, springe ich in einem Boot, es soll aus Holz sein, herum, dann ändert sich an dem Holz des Bootes, sichtbar nichts. Ein Blick ins Wasser zeigt mir Wellenbewegungen an.

Wechselt die Kraft von einem zum anderen Medium, gelten die jeweiligen physikalischen Gesetze der Materialeigenschaften.

Fundamente sind im Allgemeinen aus Beton, der die Kräfte auf das Erdreich abgeben muss, die sich nun über die Begrenzung des Fundamentes hinaus ausbreiten.

Je nach dem um welchen Boden es sich handelt, stellt sich ein Winkel ein, unter dem sich die Last ausbreitet, den Lastabtragungswinkel, der im vorliegenden Fall bei 30° liegen dürfte.

Daraus ergibt sich, das bei einer engen Bebauung, wie sie hier anzutreffen ist, die Gründung aller Baulichkeiten auf einer Ebene liegen muss.

Man kann nicht die Tiefgarage bei -10 m gründen um dann bei -4 m eine Hochhausgründung vorzunehmen.

Das bedeutet, das die Baugrube für den Komplex eine gemeinsame Sohle, eine gleiche Höhe haben muss, auf der die Gebäude und die Tiefgarage gegründet werden können, ja müssen.

Obwohl es sich bei der Baugrube um eine technische Phase handelt, ist die GRZ von ihr betroffen. Letztlich ist die Nutzung und die Baulichkeit für die Berechnung der GRZ massgeblich.

Das ganze gilt für das Errichten ohne benachbarter Baulichkeiten. Die sind allerdings vorhanden bei dem geplanten Hotel. Denn die Nachbarbebauung besteht aus einer Bahnbrücke.

Die Aussenfläche des Wandbereiches auf der die Brücke aufliegt, ist gleichzeitig die Aussenfläche der Fassade des Hotels. Damit muss die Wand neu gebaut und damit neu gegründet werden. Ob die vorhandene Brücke dann weiter genutzt werden kann, wird sich zeigen.

Für diesen Um- und Neubau ist ein Planfeststellungsverfahren nach dem Bundesrecht AEG § 18 aufgestellt vom Bahneigner erforderlich.


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