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Posted in Vorwort by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 10. Mai 2010

Vorwort

In den vergangenen 180 Jahren stand das GASAG-Areal für die Versorgung der Anwohner zur Verfügung, das soll sich nun ändern.

Zwar wird sich an der bisherigen Abgeschlossenheit nichts ändern, jedoch wird das Areal nicht mehr seine angrenzenden Bewohner versorgen, dafür mit allen Mitteln belästigen.

Die Gier zieht ein, nein, nicht in die vorhandenen Gebäude, die werden bis auf die „Denkmäler“ alle abgerissen. Dann will man Hochhäuser bauen, 11 Stück inklusive Hochhaus Gaskessel, mit einer Fassade ähnlich gegliedert wie die des Originals. Nein, nicht mit der gleichen Baudichte wie sie auf der Insel vorherrscht, nein, sie ist mehr als Doppelt so hoch. Und das alles ohne Strassen.

Man kann sich das gut vorstellen, würde man alle Wohnhäusern der Insel mit einer Aufstockung von fünf auf zehn Etagen versehen, wäre die Baudichte immer noch geringer als die Geplante.

Ein Hochhaus, und davon gibt es 11, hat das Bauvolumen der Häuser der Cheruskerstrasse 23 bis 34, 250 Meter länge. Damit schrumpft die mutmassliche Erschliessungsfläche eines Hochhauses auf ein Zehntel der, die die Inselbebauung inne hat. Es wird Eng.

Es macht also keinen Sinn aus Gier, seine fünf Mäntel auf einmal anzuziehen, das ist zu eng. Die Eleganz des einzelnen kommt nicht zur geltung, man kann sich kaum bewegen, es wird eine Zeit dauern bis alle an oder ausgezogen sind. Wie in fast allen Dingen des Lebens gilt auch hier : „weniger ist mehr“ !

Das gilt allerdings nicht für die Anzahl der Stellplätze, denn zu wenige bedeutet parkplatzsuchende Autofahrer in der Umgebung. Für den Komfort und Geschäftsverkehr der Firmenrepräsentanzen wird weiter geraten, zwischen 1200 und 4000 Stellplätze liegen die bisherigen Gebote.


Die Torgauer Strasse wird nach dem Willen der Protagonisten sein Aussehen und seine Nutzbarkeit vollkommen verändern. Sie soll ab der Cheruskerstrasse in westlicher Richtung geschlossen und für die Öffentlichkeit gesperrt werden. Allerding erst, wenn die Gewerbebetriebe ausgelagert sein werden. Wann ? das könnte auf ewig so bleiben wie es ist.

Aber ab der Planstrasse A, ist sie ab sofort, ab der Festsetzung privatisiert. Fussgänger müssen dann einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie zum Bahnhof Schöneberg wollen.

Der neue Teilpark, aber auch der alte Cheruskerpark werden als Hinterhof für das Hochhausgebiet herhalten und als Abstandsflächen – Reservat genutzt. Als Campus, eher nicht mangels Studenten, aber als Auslaufgebiet, abgesichert von einem privaten Sicherheitsunternehmen. Schöne Aussichten?, sicherlich nicht, weder am Boden noch in der dicker werdenden Luft.


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