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Energie-Uni

Posted in Energie-Uni by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 22. April 2010

Einrichtungen des Nutzungskonzeptes, :Roter Faden:Aussenanlage

Spiegel 19.12.2009 IMMOBILIEN „Gutes Gelingen“ Auszug:

„Doch früh offenbarten sich wirtschaftliche, konzeptionelle und zwischenmenschliche Probleme. Erst verließ Müllers Geschäftspartner Groth das Euref-Projekt im Streit. Dann folgten die Berater der Bucerius Education, dann Töpfer, dann die halbstaatliche Deutsche Energieagentur, die für die Bürostadt ein CO2-freundliches Energiekonzept entwickelt hatte.

Aus der „Energie-Universität“ wird auf absehbare Zeit nicht viel werden, schon weil das Stiftungskapital vorläufig nicht zusammenkommt. Unter anderem hat sich eine erhoffte Millionenzusage der russischen Gazprom zerschlagen. Das Wissenschaftszentrum Berlin, zeitweise ein weiterer Ideengeber Müllers, ist ebenfalls nicht länger Euref-Vertragspartner. „Die Uni kommt innerhalb von fünf Jahren in Realisierungsnähe“, sagt Müller.

Um die Restbestände des Projekts kümmert sich derweil eine GmbH namens „Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel Berlin“. Statt einer Universität soll es zunächst ein „Energie-Institut“ geben mit deutlich abgespecktem Programm.

Müller hat sogar schon einen Wunschkandidaten als „Leiter des Euref-Dialogforums“: Joschka Fischer. Der Ex-Außenminister und heutige Multilobbyist (Siemens, RWE, BMW) ist ein besonders eifriger Neuzugang in Müllers Polit-Geschwader. Ende Oktober referierte er im Gasometer über „die Fortschritte beim Aufbau des Euref-Instituts“.

Nur von Bauarbeiten ist wenig zu sehen. Der für November angekündigte erste Bauabschnitt für das erste Institutsgebäude lässt auf sich warten.“

Das „Konzept“ nennt sich Euref, was soviel heisst wie „europäisches Energieforum“ indem, wie der Baustadtrat Schönebergs Bernd Krömer schreibt:

…erstmalig die drei wichtigsten Hauptakteure der globalen Herausforderung ENERGIE Wissenschaft, Politik und Wirtschaft an einem Standort arbeiten.„ werden.

Keines Falls, denn diese Drei arbeiten bereits seit der Kaiserzeit eng zusammen, auch im Kriegsfall.

Die Begründung , einige Tage später: „Ansiedlung von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen mit dem Schwerpunkt ‚Energie‘ (als) beabsichtigt“, da ist die Politik schon draussen.

Das klingt fantastisch als Aufzählung, als „Konzept“ ist es dürftig, aber dient allemal dazu, Laien etwas vorzuspielen, was gar nicht durchdacht, dafür mit vielversprechenden Marketing-Floskeln, bedacht wurde.

So ist das Herzstück, eine „private Energie-Uni“ bereits entfernt worden- bevor es zu schlagen beginnen konnte. Ein Meilenstein der Unbedachtheit der „Ungereimtheiten“.

Um das „Konzept“ glaubhaft erscheinen zulassen, sind Helfer in der politischen Landschaft erforderlich, die, dank Filz überall zu haben sind, und auf Kopfnicken, durchwinken können.


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