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Archiv / Architekturkritik

Posted in Archiv / Architekturkritik by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 15. April 2010

Architekturkritik

siehe auch

Kritik und Kommentar

Verhindernde Polarisierung

Es stehen sich zwei entwurfsbestimmende Komponenten gegenüber, die Enge der gewünschten Baumasse und die Abgeschlossenheit des Areals.

Die Architektur bestimmt die Nutzung

Die veröffentlichten Darstellungen haben keine Verbindlichkeit für den B-Plan 7-29 und dienen lediglich der Propaganda.

Damit besteht der B-Plan 7-29 aus einer nicht definierten Baumnasse, die allerdings als Baukomplex Funktionen hervorbringen wird, die im Widerspruch zu dem Plan stehen.

Eine Betriebsbeschreibung, mit den Inhalten: Erschliessung, Parkraumbedarf, Technische Anlagen und Übergabestationen die als Grundlage eines Umweltberichtes dienen, liegt nicht vor.

Die Enge soll weiter verschachtelt, indem ein sg. „Sicherheitsbereich“ eingerichtet werden soll. So wie er dargestellt ist, wird ein Wassergraben und ein Zaun das Areal schützen. Vor wen eigentlich ?

Manipulierte Bilder zeigen eine gewisse räumliche Offenheit bei gleichzeitiger Rückstellung der Baumassenwirkung.

Soll die Offenheit bestimmend sein, dann müssen alle Zäune weg und das Gelände uneingeschränkt betretbar sein bei stark reduzierten Baumassen. Schliesslich wird der CheruskerPark in den offiziellen Fakten in die Gesamtgrundstück einbezogen und auf manipulierten Bildern als Campus genutzt.

Eine Offenheit für einen Bürokomplex gibt nicht viel her, zumal hier angeblich mehr stattfinden soll. Z.B. eine Energieuniversität. Es mangelt jedoch an Einrichtungen, die auf die Beschäftigten und vor allen auf die Studenten zugeschnitten sein müssen, es sind immerhin mehr als 5.000 Menschen, eine Kleinstadt.

Z.B. Turnhalle, Fitnessraum, Sauna, Kegelbahn, Diskothek, Squash Raum, einer Kantine, etc.. Aber auch ein Bistro, Zeitungskiosk uvam.

Damit kann eine Attraktivität geschaffen werden, die Akzeptiert und angenommen wird. Gleichzeitig eine einladende Wirkung ausstrahlt.

Um die Funktionseinheiten und Freizeiteinrichtungen miteinander zu verbinden, besteht eine Möglichkeit in der Anlage eine Strasse zu integrieren, an der auch alle Gebäude angeschlossen sind. Es bietet sich eine geöffnete Untergeschossebene dafür an.

Eine Weitere Möglichkeit besteht in der Anlage einer Hochstrasse mit Gitterrosten als Stege, in Anlehnung an die „Industrie-Architektur“.

Das ist nicht geklotzt – das ist gekleckert.

Eine Offerte für einen potenziellen Käufer einer Firmenrepräsentanz mit einem Einstandspreis von 100 Millionen €  wurde nicht geschrieben.  Das zusammengeschriebene Angebot der Euref hingegen ist zu dürftig um einem derartigem Bauvolumen Bedeutung zu verleihen das auf entsprechendes Interesse stossen soll.

Damit ein potenzieller Käufer Interesse zeigt, muss eine ausführliche, attraktive und schlüssige Planung vorliegen.

Wenn man schon auf die Anhäufung von Baumassen nicht verzichten will, die Enge ergeben, dann muss dem eine Grosszügigkeit entgegengesetzt werden, die nicht auf dem Nachbargrundstück liegen darf sondern durch die Architektur im Innern des Areals erzeugt werden und den Interessenten überzeugen muss. Das Konzept muss eine eigene Überzeugung ausstrahlen.

Es fehlt die Bereitschaft den Entwurf der Industrie-Architektur zu unterwerfen. Damit verbunden sind konstruktive Details, die zwar vollmundig gepriesen, jedoch dem Interessenten nicht gezeigt und erklärt werden.

Die Wiederholung bloßer Behauptungen sind fadenscheinig und werden auch von der umliegenden Bevölkerung mit misstrauen verfolgt und bedacht.

Nur durch Offenheit und Offenlegung kann eine Glaubwürdigkeit und eine entsprechende Akzeptanz entstehen.

So verfehlen die verwendeten Begrifflichkeiten ihre Wirkung, da sie inhaltsleer, beliebig und in einem Manager-Vokabular gehalten sind das nur dieser Gruppe eigen ist, allgemein aber unverständlich bleiben.

Wenn man dann in einem Lexikon nach „Inkubator“ sucht und „Brutkasten“ findet, kommt man ins schmunzeln, offenbar müssen die zukünftigen Managern erst gebacken werden.

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