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Archiv / TorgauerRestStrasse – Aussichten

Posted in Archiv / TorgauerRestStrasse - Aussichten by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 18. März 2010

Betriebsebene :Roter Faden: PlanstrasseA

Logistik → Infrastruktur – Zeitplan – TorgauerStrasse

Art und das Maß der baulichen Nutzung

SchlüsselKind TorgauerStrasse

Die TorgauerRestStrasse – Ein SchlüsselKind

Ist der Schlüssel zum „Bedingungspunkt 6″, zur PlanstrasseA. Sie soll gebaut werden, damit der Bauherr die RestStrasse für sich alleine nutzen kann. Die Strassenfront mit dem Haupteingang am Sachsendamm kann nun wesentlich repräsentativer gestaltet werden.

Die Anwohner indes haben einen kleinen Umweg über die PlanstrasseA zu nehmen.

Ein Themenbereich, der sich in den Istzustand, den geplanten Zustand und einen der den anwohnergerechten Zustand zu Gute Kommen würde.


Als Appendix der Linse, ein Geschwür der Insel:

Konzept – Die Funktion der TorgauerStrasse wird zerschlagen, die der Naumannstrasse geschwächt und der Gotenstrasse werden grössere Belastungen zugeschoben.

Schlüsselkind in doppelter Hinsicht, es kümmert sich niemand um die Strasse und ihre Benutzer. Obwohl, und das ist die Kehrseite, viel Wind um Planungen die nicht passen wollen, weil die Logistik, also die Zeiten fehlen, die dem Bürger eine verlässliche Aussage geben, wann er was benutzen kann.

Zudem werden falsche Bestandspläne in die Begründung eingefügt und


Festsetzungen ohne Planfeststellungsbeschluss (Berliner Straßengesetz (BerlStrG)) aufgehoben.

Gleichsam liegt der „Schlüssel“ zur Lösung des Problems, in der „passenden“ Planung!

Die Strasse hat zwar keine kurve aber wenn ein fehlgeleitetes Fahrzeug von der Planstrasse A kommend, nicht zum Planungsgebiet des GASAG-Areals will, muss es eine sehr starke Kurve fahren um schadlos auf den Sachsendamm zu gelangen.

Die benötigte Strassenbreite für LKWs mit Anhänger führte schon in den Nachkriegsjahren zur Verbreiterung und Zurücksetzung der Torausfahrt auf die 1902 festgelegte Strassenflucht. So ist im übrigen die gesamte Torgauer Strasse auf diese Begrenzung angelegt, lediglich auf dem Gasag-Areal befanden sich einzelne Gebäude im Strassenbereich.

So wurde ein Wohnhaus auf diesem Strassenbereich in den 70er Jahren abgerissen und dessen Zugang, eine Treppe hinter dem Begrenzungsmauerwerk abgerissen und zugemauert. Man erkennt die Stelle noch, da farblich andere Steine verwendet wurden.

Die Strassenbegrenzung v. 1902, von 16 Meter ist für einen Sattelschlepper der 25 Meter und ein Lkw mit Anhänger der sogar 35 Meter breite benötigt, um eine Kurve von nicht weniger als 90°, zu befahren, zu schmal.

Im jetzigen Zustand ist die Torgauer-Strasse-West bestenfalls ein Museumsstück, allerdings zum Nachteil und Schaden der Nutzer.

Es gab mal die Idee, die Torgauer-Strasse-West als alleinige Zufahrt zum GASAG-Areal zurück zubauen und einen Fussweg als Tunnel unter der Ringbahn, als Grünweg zwischen Cherusker Park und Südgelände anzulegen.

Ideen, die vom Bauherrn aufgegriffen und in eine super – „Erschliessung“ umgewandelt werden sollen.

Zum Glück gilt auch hier das Sprichwort: „Es wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird.“ Mit anderen Worten: eine gezeigte Darstellung ist noch kein Abbild der Realität.

Das vorgedachte Bild passt auch nicht in die Realität. Nicht berücksichtigt wurden in allen Fällen, das mit der derzeitigen Breite der Strasse nicht alle platz haben werden.

Noch existieren die Gewerbeeinheiten und damit der dazugehörige Verkehr, der nicht auch noch die Insel belasten darf.

Für die Nutzung mit Rollstühlen, Kinderwagen und Fahrrädern ist sie nicht geeignet bis zu gefährlich. Für diese drei Nutzungsarten ist der Ausbau sofort nötig und möglich. Damit ist die Strasse für den öffentlichen Verkehr zu sichern.

Für beide Richtungen sind erforderlich: Für KFZ 6 Meter, Fussweg 2 Meter und Radweg 3 Meter, das sind dann 11 Meter, aber es stehen nur 7 Meter zur Verfügung..

Damit auch ein Auto fahren kann, muss die 1902 festgelegte Strassenbegrenzung ausgenutzt und das im Wege stehende alte Pförtnerhaus umgesetzt werden. Der Bauherr indes schenkt dieser zwingenden Baufluchtlinie die nicht überbaut werden darf, keine Beachtung und setzt seine geplanten Gebäude auf das reservierte, frei zu Haltende Strassenland.

Schaut man sich den Strassenverlauf der Insel an, dann fungiert die TorgauerStrasse gewisser Massen als Auffang- und Ablaufrinne. Der Verkehr wird an den Enden auf den Sachsendamm, über die Naumannstrasse und der Gotenstrasse in der Mitte, die sie gleichzeitig in Ost und West teilt, abgeführt. Letztlich führen alle Wege auf den Sachsendamm.

Der Verkehr hat durch den Bahnhof Südkreuz im Ostteil erheblich zugenommen.

Die neu erbaute Brücke wurde mit dem alten Profil versehen, ohne damit dem Bahnhofsverkehr Rechnung zu tragen und ohne das zusätzliche Verkehrsaufkommen der neuen Gewerbestrasse zu berücksichtigen.

Die Gewerbestrasse ist eine separierte Nord-Südverbindung zur Autobahn die einen grösseren Verkehrsstrom aufnehmen kann als der, auf der Naumannstrasse existierende. Allerdings mit Einschränkung an der Naumannbrücke wegen des zu kleinen Profils.

So ist anzunehmen, das sich der Verkehr in Richtung Gotenstrasse entspannen wird. Damit jedoch wird etwas produziert, das man eigentlich verhindern wollte, „mehr Verkehr auf der Insel“.

Als Nord-Süd-Verbindung ist durch eine neue Unterführung der Balonfahrerweg entstanden, der als Verlängerung der General-Pape-Strasse auch auf den Sachsendamm führt, jedoch mit einer gösseren Durchlassöffnung.

Doppelt hält besser und so gibt es zwei parallele Nord-Süd-Verbindungen, beide an der Duden-Brücke abgehend, die, um die Gunst der Autofahrer buhlen werden.

Wenn sich der Baustadtrat hinstellt und die Situation in der Torgauer Strasse, in Anbetracht des angesiedelten Gewerbes, schlecht-redet, dann sollte er sich an seine eigene Nase fassen und bedenken, wer wohl dafür verantwortlich ist.

Als diese Grundstücke der Bahn gehörten gab es keine Bemühungen sie mindestens auf Vorzug für den Bezirk zu sichern. Nun, da sie privatisiert sind, an ihrer Stelle einen „Naturpark ins Leben zu rufen“ der aus Geldmangel ohnehin nicht umsetzbar ist, ist heuchlerisch allemal der entsprechende Bebauungsplan kurz nach der Entscheidung des Euref-Projektes „erfunden“ wurde.

Vielleicht kann man ja Grundstücke tauschen, da nun auch die Teske-Oberschule verschleudert werden soll.

Wird die Neue Strasse zum GASAG-Areal realisiert, dann entstehen neue Konflikte.

So wie geplant, wird die TorgauerStrasse genau hier gesperrt um die neue Strasse für den Verkehrsfluss von und zu den Gewerbeansiedlungen und der Insel abzuriegeln.

Damit wird die Nutzung privatisiert, der anfallende Verkehr auf die Insel verschoben und da sich Fussgänger und Radfahrer mit dem Verkehr der neuen Strasse kreuzen, wird ein Unfallschwerpunkt Produziert.

Die Neue Strasse verbraucht Grund und Boden, erzeugt Verkehrsbehinderungen, ist aufwendig und Teuer, muss vom Steuerzahler finanziert und unterhalten werden und hat eine lange Bauzeit mit Behinderungen des Bahnverkehrs.

Eine wesentlich kostengünstigere, sinnvollere und Umweltfreundlichere Erschliessung ist die durch einen Tunnel. Aus der Tieflage am Sachsendamm bis zur Tiefgarage des Planungsgebietes ohne den oberirdischen Verkehr zu beeinträchtigen. In sehr kurzer Bauzeit realisierbar und nutzbar.

Einen Tunnel unter der Trasse der Westtangente – vom Sachsendamm bis zum Potsdamer Platz – von 3.370 Meter Länge, wäre technisch möglich, kostengünstig, zeitgemäss und umweltschonend und sollte nicht mit teuren Provisorien, für kurzsichtige regionale Ideen verbaut werden, sondern in der Planung der Planstrasse A Berücksichtigung finden.

Als Verkehrsanbindung zum GASAG-Areal wäre ein Tunnel zweifellos kostengünstiger, zeitgemäss da technische Lösungen existieren, umweltschonend und vor allem keinerlei Behinderungen der bestehenden Situation nach sich ziehen werden. Der Platz für mindestens drei Röhren muss dabei eingeplant werden, so das die erste Röhre bis zum GASAG-Areal vorgezogen und die zwei anderen zu einem späteren Zeitpunkt in Richtung Potsdamer Platz gebaut werden können.

Damit kann der überregionale Grünweg in geplanter Art realisiert werden und der Ringbahndurchbruch wäre nur für Fussgänger und Radfahrer passierbar.

Striche sind nicht gleich Striche. Nicht jeder kennt sich in der Bedeutung eines Striches aus, ein Baustadtrat kann das nicht wissen und ein Bauherr braucht es nicht zu wissen, ein Architekt weis es schon eher und ein Stadtplaner muss es wissen.

So gibt es im Bereich des B-Plan7-29 einen Bereich an der Torgauer Strasse, der nennt sich „Flurstück im Strassenbereich“. Das bedeutet, ein Grundstücksteil liegt im Straßenlandbereich. Das ist erst einmal kein Problem, jedoch wenn man neu bauen will, schon.

Man hat dann nicht das Recht auf seiner Grundstücksgrenze zu bauen, sondern muss mit seinem Bau bis an die Straßenlandgrenze, auch wenn gar keine Strasse da ist, zurückgehen.

Wie gesagt ein Stadtplaner muss das wissen. Allerdings wusste der Planverfasser des B-Plan 7-29 diesen Umstand nicht und so nahm er keine Notiz von dem Straßenlandbereich und der Baufluchtlinie v. 16.10.1902 sondern setzte die Möglichkeit der Befahrbarkeit hinein.

Fatal für den Bauherrn, ein Glück für die Anwohner. Denn was zu einer Zeit festgelegt wurde, als es noch funktionierende Behörden gab, kommt ihm heute zu Gute. Die viel zu enge Torgauer Strasse wurde bereits vor mehr als 100 Jahren als solche erkannt und für den Fall des Ausbaus eine neue Strassenbegrenzung, vom Sachsendamm bis zur Cheruskerstrasse in der gleichen Breite mit 16 Meter festgelegt.

Die rechts neben dem Pförtnerhaus bestehende Mauer signalisiert diese bis zum Sachsendamm führende Grenze. Allerdings steht das unter Denkmalschutz stehende alte Pförtnerhaus und als Trafostation genutzte Gebäude mitten drin.

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