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Beteiligung der Öffentlichkeit – B-Plan 7-37Ba

Posted in Beteiligung der Öffentlichkeit - B_Plan 7_37Ba by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 2. Februar 2010

letzte Textbearbeitung: 21.02.2010 10:00 Uhr

Mängel, Standpunkte zum B -Plan 7-37 Ba

Zulässige Bebauung nach BauO 58 und BauNVO – Erfordernis

EINFÜHRUNG

BauO 1958 → BauNVO1990

Folglich ist ein Verfahren nach § 3Abs.1 Beteiligung der Öffentlichkeit -für den B-Plan 7-37 Ba – einzuleiten !

Umwidmung als wär´s ne Grüne Wiese

– Kehraus für Wohngebiete –

– Der B-Plan 7-37 Ba ist ein Trojanisches Pferd –

Die verkündete Absicht entspricht nicht dem geplanten Ziel des B-Planes 7-37 Ba.

Art- und Mass der Nutzungsänderung mit Folgen:

Mit der geplanten Umwidmung ändern  sich die Gebietsbeschreibungen bzW die Kategorisierung.

Gleichwohl ist die Art und das Mass der baulichen Nutzung im Mischgebiet höher als im Wohngebiet. Das bedeutet das das umgewidmete Grundstück eine Wertsteigerung erfährt, die zweierlei bewirkt:

1. Der Grundstückseigentümer wird in Sachen „B-Plan 7-29“ zum „nicht dagegen vorgehen“ gekauft.

2. Da eine Wirtschaftlichkeitsberechnung immer auch den Wert des Grundstückes enthält, wird die Änderung in die Mietberechnung einfliessen.

Vergleicht man die „neu geplanten Mischgebiete“ mit dem FNP und der vom Senat betriebenen Übersicht aller Bebauungspläne*, dann ist auffällig, das genau entlang der Wannseebahn zwischen den Bahnhöfen Schöneberg und Yorkstrasse eine Umwidmung vorgenommen werden soll.

Das lässt den Verdacht aufkommen- das der B-Plan 7-37 Ba  als „flankierende Massnahme“ zum „B-Plan 7-29“ aufgestellt wurde.

Denn das ist genau der Bereich, der als Wohngebiet zusammen mit der schöneberger Insel, das GASAG-Areal umschliesst, mit der Folge, das das „KERNGEBIET, – als KEIL im Herzen des Wohngebietes“, markant hervorgehoben werden würde.

Das Verhältnis von Wohn- zu Misch- und Gewerbegebieten ist überdimensioniert

Südlich der Ringbahn besteht Schöneberg ohnehin nur aus Gewerbegebieten, damit ist das Verhältnis von Wohn- zu Misch- und Gewerbegebieten überdimensioniert und Wohnen auf ein Bruchteil reduziert, reine Wohngebiete gibt es nicht mehr !

Eine Erweiterung der Mischgebietsflächen erfolgte nur um kommerziell nutzbare Baureserven freisetzen zu können.

Mission: Null Emission

Der B-Plan 7-37 Ba widerspricht der „Mission: Null Emission “ des Bundesministeriums für Umwelt- Naturschutz und Reaktorsicherheit.– Konferenz zur urbanen Mobilität der Zukunft.

Grenzverlauf des Geltungsbereiches unter Ausschluss von Gemeinbedarfsflächen

Der Bebauungsplan ohne Neubauplanung – ABER hohem ALTHAUSBESTAND – erstreckt sich auf das noch vorhandene und gesamte Wohngebiet Schönebergs, von der Ringbahn bis zur Lietzenburger Strasse und dürfte wohl etliche juristische Folgen haben.

Die Darstellung indes ermangelt an bereits festgesetzte Bebauungspläne die grundsätzlich nicht kenntlich gemacht, nur hier und da Freiflächen mit Ziffern versehen wurden.


Erst mit einer Übersicht aller gebietsrelevanten B-Pläne und Gemeinbedarfsflächen die durch langjährige Nutzung Bestandsschutz geniessen und B-Plänen gleichgestellt sind, hätte man einen Überblick von „Wohnen in Schöneberg“.

Eine Beurteilung des vorliegenden Planes ist nur mit umfangreichen Recherchen möglich, die dem Anwohner abverlangt werden.

Die Grenze des Geltungsbereiches indes, wirft Fragen auf, so verläuft sie im südlichen Bereich in der Ebersstrasse durch den B-Plan XI 157 und der Bereich der Feuerwehr, Schule und angrenzende Wohnbebauung als Gemeingebiet, wie auch im Umkreis der J-Leber-Brücke, Planbereich der BAB, wurden ausgespart.

Statt dessen ist der Bereich des Rathauses ein allgemeines Wohngebiet.


Erhöhung der Mieten

Mit der Vorliegenden „Ordnungsmassnahme“ werden Wohngebiete aufgegeben und fallen , zur Ausnutzung der freiwerdenden Baureserven, als Mischgebiete dem Kommerz anheim.

Indes werden die verbleibenden Wohngebiete aufgewertet mit den Auswirkungen : Erhöhung der Mieten, Umwandlung in Eigentum und damit soziale Umstrukturierung der Bevölkerung.

Beispiel Sportstätten

Das Beispiel mit der vereinfachten Genehmigung in Mischgebieten Für Sportstätten, wurde gerade mit der Beseitigung der Radrennbahn, als Gemeingebiet und Denkmal, das auch ein genutztes Fussballfeld beinhaltete, ad absurdum geführt.

Die Abfindung des Bauherrn, für neu zu errichtende Sportstätten, von 5 Millionen Euro, flossen in den Haushalt und die Sportstätten warten auf ihre Erbauung.

Nachbesserung

Das nachbessern eines zur „Verschönerung“ des GASAG-Areals-Sammelsuriums war bereits der nicht passende (weil er auch in 50 Jahren, aus Geldmangel, nicht umgesetzt sein wird) B-Plan XI-231 b (Naturpark Torgauer Strasse).

Jetzt, die erneute Nachbesserung mit der „erforderlichen Gebietsbestimmung“, mit einer hohen Fehlerquote behaftet und auch hier zum Nachteil und Schaden der Bevölkerung, der B-Plan 7-37 Ba.

Das Projekt B-Plan 7-29 findet in der hier zu Grunde liegenden Bauleitplanung „StEP„, wie auch in der Begründung, als Entwicklungsgebiet keine Erwähnung. Statt dessen ist die Homogenität des Wohngebiets in der Bereichsentwicklungsplanung betont.

Und im FNP 2009 auch so dargestellt.

Bebauungsplan 7-37 Ba

Auslegungsort: Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz 
3.OG, Raum 3061 Zeit: vom 25.01.2010 bis einschließlich 25.02.2010 Montag bis Mittwoch: 7.30 – 15.00 Uhr Donnerstag: 7.30 – 18.00 Uhr Freitag: 7.30 – 13.00 Uhr
 sowie nach telefonischer Vereinbarung unter:
 Tel.: (030) 90277-2108

 Kontakt: Herr Grabmann E-Mail

*Die Kategorisierung der Baugebiete ist in Berlin mit der BauO von 1958 fortgeführt worden und kann im Rahmen von entwickelten Bebauungsplänen entsprechend der BauNVO festgeschrieben werden.

Zulässige Bebauung nach BauO 58 und BauNVO

*Bebauungspläne Berlin


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