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ASOZIAL

Posted in ASOZIAL by ARCHITEKT Dipl.-Ing. Knut G Jeckstadt on 19. Dezember 2009

0. Gefährdung der Anwohner-Gesundheit

Das, was Sie mit dem B-Plan anrichten, ist ASOZIAL !

Weil Sie nicht zuletzt, die Gefährdung der Gesundheit der Anwohner vor allen aber die der Kinder durch:

stark erhöhte Luftbelastung,

Erhöhung des Lärmpegels,

Zunahme von Elektro- und Reklamesmog,

Reduzierung der wenigen Biotope,

nicht zuletzt durch eine starke Reduzierung der Sonnenscheindauer,

billigend in Kauf nehmen.

1. Grundgesetz-Verstoss

1.1 Zu den Hoheitsrechtlichen Befugnissen gehören zweifellos die Erarbeitung eines Gesetzes, das der B-Plan 7-29 eindeutig werden soll.

1.2 Nimmt man das GG ernst- dann müssen diese Aufgaben an Beamte- „ die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen“- übertragen werden.

1.3 Die Verantwortlichen des Bezirksamtes Tempelhof-Schönebergs sehen das offenbar ganz anders. Sie übertragen die Aufgaben- dem Bauherrn.

1.4 Der, der die Rechnung bezahlt bestimmt das Ergebnis und Beauftragt ein ihm zusprechendes Planungsbüro.

1.5 Unter dem Deckmäntelchen staatlicher Korrektheit wird ein Gesetz hervorgezaubert, das die Bauleitplanung auf den Kopf stellt, mit der Begründung „der Plan ist so, weil der Bauherr es so will“.

1.6 Willkür, die der Bauherr verlangt und von Staatsbeamten verantwortet und ausgeführt wird, widerspricht, nicht zuletzt, ihrem Treueverhältnis nach dem GG, sondern auch allgemeiner Angestellten-pflichten, die mit Illoyalität bezeichnet werden.

1.7 Die staatliche Ordnung wird zum Wohle eines Einzelnen und zum Schaden der Anwohner, verdreht.

1.8 Das ist asozial und Kriminell und beschädigt nicht zuletzt, mit den unzähligen Unregelmässigkeiten siehe 3., das ihnen anvertraute öffentliche Amt.

1.9 Die folgenden Aufgabenschritte wurden von den politisch Verantwortlichen dem Bauherrn übertragen, der damit Richter und Angeklagter der Abwägung, Planer und Plankritiker der Bauleitplanung, Stadtplaner und Anwohner mit pro und kontra zum Bebauungsplan zu gleich ist, mit der Vorgabe der Ergebnisse beauftragt: 1. den B-Plan 7-29 I, 2. die Abwägung, 3. den B-Plan 7-29 II, 4. die Begründung zum B-Plan 7-29, auf seine Kosten erstellen zu lassen. Der Korruptionsverdacht ist geboren.

2. Vorhaben bezogener Bebauungsplan

Die spekulativen Befürworter des Projektes laufen mit ihren Argumenten ins Leere, sind doch die Versprechungen nicht Bestandteil des B-Planes.

Ihre Scheu sich auf einen „Vorhaben bezogenen Bebauungsplan“ festzulegen, zeigt einmal mehr, Ihre Unglaubwürdigkeit und ihre Verschleierung der Planung.

3. Unregelmässigkeiten

3.1 Fehlende Begründung

1. Mit der veröffentlichten „Begründung“ zum B-Plan 7-29 haben Sie bestenfalls eine mit Desinformationen durchzogene Rechtfertigung geliefert- während Ihnen für den Abschnitt „Kap. I-2.1 Lage und Funktion im Stadtgebiet“ S.5- als eigentliche Begründung- der Sinn und folglich auch die Worte fehlten- bleiben Sie sie den Anwohnern und der Bezirksverordnetenversammlung schuldig;

2. Sie setzen eine Auslegungszeit (23 Tage) fest, die dem Vorhaben mit einem Volumen von 500.000.000 € nicht gerecht wird;

3. Sie hintertreiben die Eindeutigkeit des Bebauungsplanes, indem Sie Fakten weglassen, oder in der Legende keine Erklärung liefern. Insbesondere fehlen: Abstandsregelung, Höhe, Baufluchten Erschliessungsflächen, Unterflurbebauung, etc.;

4. Sie erfassen die Torgauer Strasse in dem B-Plan ohne das Vorhaben zu erklären;

5. Sie bezeichnen Anwohner grossherrlich, als „Schutzgut Mensch“, ohne die Belange der Anwohner zu berücksichtigen;

3.2 Gesetzesbeugung

6. Sie behaupten eine „frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit“ durchgeführt zu haben, obwohl das Verfahren, den selbst vorgegebenen Kriterien nach BauGB §3 Abs.1, nicht im Geringsten entsprach, ohne Alternativen, ohne Veranstaltungen mit Anwohnern;

7. Sie begründen, die Errichtung des Gebäudes im Gasometer, im Gefahrenbereich der Radarstrahlung, mit einer unverstandenen Interpretation und aus dem Magnetismus stammenden Phänomen und behaupten es schütze auch vor Strahlung;

8. Sie verweisen, in der Abwägung, auf Informationen der EUREF-Seite, die gar nicht zugänglich war, zudem weniger als 40% einen Internet-Anschluss haben;

9. Sie manipulieren die Berechnungen zur GFZ und GRZ, indem Sie die Erschliessungsflächen, im Gegensatz zur Baunutzungsverordnung BauNVO, als Bauland betrachten und bekommen damit eine über 60 % höhere Baulast , als Sie sie zugeben;

3.3 Gutachten

10. Sie veröffentlichen die, in der Abwägung vorgegebenen, Gutachten nicht;

3.4 Kerngebiet

11. Sie setzen das 1.000 m entfernte Südkreuz in Beziehung und ignorieren das 25 m entfernte Wohngebiet;

12. Sie setzen willkürlich, das Gebiet als Kerngebiet fest, obwohl es mitten in einem Wohngebiet liegt;

13. Sie setzen willkürlich, das Gebiet als Kerngebiet fest, wodurch der Bodenwert, bei regulärem Kaufpreis, um mindestens das 5-fache, zum Wohle einer einzelnen privaten Person, steigt;

14. Sie setzen willkürlich, das Gebiet als Kerngebiet fest, nur um Bürohochhäuser errichten zu können;

15. Sie setzen willkürlich, das Gebiet als Kerngebiet fest, obwohl es nicht öffentliches Gebiet sein wird, also: EINTRITT VERBOTEN lauten wird;

3.5 Veruntreuung, falsche Versprechungen

16. Sie veruntreuen Land, das sich im Besitz des Bezirkes befindet, und bereits im Flächennutzungsplan FNP als Grünfläche eingetragen und ausgewiesen worden ist;

17. Sie vermeiden es die „Grossartigkeiten“, entsprechend der Pressemeldungen der Euref, ebenfalls in den Textlichen Festsetzungen abzudrucken. Durch Ihre Nichterwähnung wird das Projekt ein sinnloses Sammelsurium von Bürohochhäusern;

3.6 Umweltbericht

18. Sie bewirken mit Ihrer viel zu geringen Annahme von 8.500 KFZ- Bewegungen statt weit mehr als 20.000, die sich nicht über den Tag verteilen, sondern in wenigen Stunden anfallen, das die Gesundheit der Anwohner und die der Kinder der nachbarlichen Schule, erheblich gefährdet wird.;

19. Mit Ihrer infamen Begründung Lärm eintragen zu können, weil das Gebiet lärmmässig bereits jetzt belastet ist, kommt Ihre gegen die Anwohner gerichtete Planung und damit ihre Inkompetenz zum Tragen.

Das Ruhe produzierende Gasag-Areal, nicht zuletzt durch ihre Grünmasse, wirkt ausgleichend zur Belastung der Stadtautobahn, wie der amtliche Umweltatlas anzeigt;

20. Sie bewirken mit Ihrer Festschreibung der Verbrennungsmöglichkeiten von Erdöl und Erdgas, das Ihrer angeblichen CO2-Neutralität widerspricht, für eine Heizlast von 165.000 m² Büroraum, das die Gesundheit der Anwohner erheblich gefährden wird;

21. Wo ist Ihr Sonne-Schatten-Licht Gutachten, das aufzeigt welche Wohnungen nie wieder einen Sonnenstrahl erhalten werden ?

22. Oder auf welchen umliegenden Häusern Sie eine effiziente Solarenergie-Nutzung durch Ihre Blockrandbebauung mit Bürohochhäusern verhindern ?

23. Wo ist Ihr Gesundheitsgutachten, das die Harmlosigkeit der technischen Aufbauten im Gasometer garantiert ?

24. Wo ist Ihr Gutachten über den Nachweis der CO2- Neutralität ?

25. Wo ist Ihr Gutachten über Ihre ausschliessliche Nutzung von regenerativer Energie ?

26. Wo ist Ihr Verkehrsgutachten das zusätzliche Belastungen im umliegenden Wohngebiet ausschliesst ?

27. Wo ist Ihr Pflanzenschutzgutachten, das die vorhandene Grünmasse, im gleichem Umfang, auch nach der Realisierung garantiert ?

28. Wo ist Ihr Gutachten über die öffentlich zugänglichen Baudenkmälern ?

29. Wo ist Ihr Gutachten über die finanzielle Entwicklung des Projektes, damit es keine Bauruine werden Kann ?

30. Wo ist Ihr Gutachten über die garantierte Bauzeit, damit die Bürger sich auf eine befristete Massnahme einrichten können ?

31. Wo ist Ihr Gutachten zur Unterquerung der Ringbahn, mit Bauzeit, Finanzierung und Garantie das nicht die Anwohner, in Form eines Erschliessungskosten-Beitrages, zur Kasse gebeten werden ?

siehe Park an der Gleditschstraße

32. Letzteres gilt auch für das ominöse Gelände mit der Bezeichnung Nordspitze. Für die neu zu schaffende Parkanlage fehlen jegliche Angaben zur Gestaltung und Nutzung. Wo ist Ihre Garantie das die Anwohner nicht auch in Form eines Erschliessungskosten-Beitrages, zur Kasse gebeten werden ?

3.7 Rechtsstaatlichkeit und Demokratie

Die politisch Verantwortlichen des Bezirksamtes Tempelhof-Schönebergs wollen ein Gesetz, in Form des fremdbestimmten Bebauungsplanes 7-29, erzwingen.

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